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Personalie Uber holt mit Barney Harford den nächsten Tourismus-Manager

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Uber-Chef Dara Khosrowshahi holt sich ein ihm bekanntes Gesicht an seine Seite: Mit Barney Harford wird ein Manager Vizechef des Fahrdienstleisters, der wie Khosrowshahi selbst zuvor in der Tourismus-Branche tätig war.

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Barney Harford war einst Chef des Online-Reisebüros Orbitz.
Barney Harford war einst Chef des Online-Reisebüros Orbitz.
(Bild: Barney Harford, President & CEO, Orbitz Worldwide / Barney Harford, President & CEO, Orbitz Worldwide / World Travel & Tourism Council / CC BY 2.0 / BY 2.0)

Beim krisengeschüttelten Fahrdienstvermittler Uber übernehmen Manager aus der Reisebranche das Kommando. Der neue Chef Dara Khosrowshahi holte sich als für das Tagesgeschäft zuständige „Nummer zwei“ den einstigen Boss des Online-Reisebüros Orbitz, Barney Harford. Khosrowshahi selbst kam im September von Expedia zu Uber.

Die beiden Top-Manager lernten sich erst als Konkurrenten und dann als Kollegen kennen: Harford verkaufte Orbitz im Jahr 2015 an Expedia. Er habe Khosrowshahi bei Uber bereits seit Oktober als Berater unterstützt, schrieb der Finanzdienst Bloomberg.

Schweres Jahr für Uber

Harford wird die Hauptlast der Aufgabe zufallen, Uber profitabel zu machen. Im vergangenen Quartal verlor der Fahrdienst-Vermittler 1,5 Milliarden Dollar nach 1,1 Milliarden in den drei Monaten davor. Uber ist in diesem Jahr durch eine Serie von Skandalen durchgerüttelt worden. Der Mitgründer und langjährige Chef Travis Kalanick musste gehen, nachdem eine Untersuchung zu Vorwürfen von Sexismus und Diskriminierung massive Missstände beim Management aufdeckte.

Das Unternehmen steht im Visier einer Klage der Google-Schwesterfirma Waymo, die Uber den Einsatz bei ihr gestohlener Roboterwagen-Technologie vorwirft. Jüngst musste Khosrowshahi zudem einräumen, dass Uber ein Jahr lang einen Hacker-Angriff verschwieg, bei dem Daten zu 57 Millionen Nutzern und Fahrern erbeutet wurden. Statt Behörden und Betroffene zu informieren, zahlte Uber den Angreifern 100.000 Dollar für die Vernichtung der gestohlenen Informationen.

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