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mobile.de Umfrage: Alternative Antriebe sind zu teuer

Redakteur: Andreas Grimm, Andree Stachowski

Gas-, Elektro- und Hybridantriebe scheitern am Preis. Um diese Antriebstechniken voranzubringen, führt laut einer Umfrage von Mobile.de kein Weg an staatlichen Zuschüssen vorbei.

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Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sagt für das Jahr 2014 deutlich steigende Verkaufszahlen bei Elektroautos voraus. Der Hauptgrund sei demnach die Ankündigung der deutschen Hersteller, bis Ende 2014 insgesamt 16 neue E-Modelle auf den Markt zu bringen.
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sagt für das Jahr 2014 deutlich steigende Verkaufszahlen bei Elektroautos voraus. Der Hauptgrund sei demnach die Ankündigung der deutschen Hersteller, bis Ende 2014 insgesamt 16 neue E-Modelle auf den Markt zu bringen.
(Foto: Renault)

Die sogenannten Alternativen Antriebe sind den Autokäufern in Deutschland zu teuer. Laut einer Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Onlinebörse Mobile.de geben fast 83 Prozent der Pkw-Fahrer an, dass die Anschaffungskosten für Fahrzeuge mit Hybrid-, Gas- oder Elektroantrieb zu hoch sind. Klar ist für die Befragten aber auch: Staatliche Unterstützung könnte den Absatz ankurbeln. Über die Hälfte der Autofahrer (55 Prozent) sieht in einer Kaufprämie einen echten Impulsgeber für den Absatz von alternativ betriebenen Fahrzeugen. Im Schnitt wäre für die Befragten ein Zuschuss von 3.550 Euro angemessen, damit alternative Antriebe eine relevante Kaufoption werden. Sie verweisen dabei auf die Abwrackprämie des Jahres 2009, als staatliche Zuschüsse den Neuwagen-Absatz förderten.

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Kritikpunkt Infrastruktur

Allerdings bremsen nicht allein die höheren Kosten gegenüber einer Benzin- oder Dieselmotorisierung die Nachfrage. Laut der repräsentativen Befragung sind daneben 59 Prozent der Überzeugung, dass vor allem die mangelnde Infrastruktur den Absatz stört. 53 Prozent halten die Technik nach wie vor für unausgereift und 49 Prozent schreckt die eingeschränkte Modellauswahl ab. In diesen Punkten sehen die Befragten die Industrie gefordert, mit Politik und Handel an einem Strang zu ziehen, „damit Fahrzeuge mit alternativen Antrieben auf breiter Ebene angenommen werden“, interpretiert Malte Krüger, Geschäftsführer der Mobile international GmbH, die Ergebnisse. Die Entwicklung der Suchanfragen auf Mobile.de habe zuletzt deutlich gezeigt, dass „dringend etwas passieren muss, wenn sich umweltfreundliche Fahrzeuge am Markt etablieren sollen“.

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Interesse an alternativen Antrieben rückläufig

Die Auswertung der Daten der Onlinebörse habe ergeben, dass das Interesse an alternativen Antrieben sinkt. Während im Jahr 2012 fast jeder zehnte Nutzer nach gebrauchten Hybrid-, Gas- oder Elektromodellen suchte, waren es 2013 nur noch 8,8 Prozent, heißt es in einer Mitteilung von Mobile.de. Auch das Kraftfahrt-Bundesamt hatte in der Auswertung der Neuzulassungen im Februar einen rückläufigen Trend festgestellt: Die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Flüssiggas-Antrieb war um 22,5 Prozent gesunken. Erdgas-Fahrzeuge verloren 12,5 Prozent und Hybrid-Modelle 2,2 Prozent. Lediglich Elektroautos verzeichneten ein leichtes Plus von 0,4 Prozent.

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