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Umfrage: Interesse an alternativen Antrieben steigt

| Redakteur: Christian Otto

Laut der Deutschen Energie-Agentur interessieren sich Kunden zunehmend für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Das ergab eine Befragung. Allerdings steht diese im Kontrast zu den bisherigen Verkaufszahlen.

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Alternative Antriebskonzepte wie beim BMW i3 treffen laut einer Dena-Studie auf ein höheres Interesse.
Alternative Antriebskonzepte wie beim BMW i3 treffen laut einer Dena-Studie auf ein höheres Interesse.
(Bild: BMW)

Immer mehr Menschen planen, einen Wagen mit alternativem Antrieb zu kaufen. Das Kaufinteresse für Diesel auf der einen und Elektrofahrzeuge inklusive Hybridantriebe auf der anderen Seite liegt praktisch gleich auf bei etwas mehr als 20 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena) unter potenziellen Neuwagenkäufern. Elf Prozent der Befragten wollen demnach ein reines Elektrofahrzeug kaufen, weitere zwölf Prozent setzen auf Elektro-Hybridantriebe. Hinzu kommen vereinzelte Kaufinteressenten für Wasserstoff, Erdgas und Flüssiggas, zusammen vier Prozent. Für Diesel wollen sich nur noch rund 21 Prozent entscheiden. Auf das größte Interesse stoßen weiterhin Benziner mit 49 Prozent.

Alternative Antriebe noch selten

Diese Zahlen stehen deutlich im Kontrast zu den bisherigen Absatzzahlen für private Käufer: Die alternativen Antriebe, von Elektro bis Erdgas, machten im letzten Jahr zusammen gerade einmal 1,6 Prozent der Neuzulassungen aus. Benziner lagen hingegen bei 66 Prozent, Diesel-Fahrzeuge bei 33 Prozent. Das Interesse der Neuwagenkäufer scheint sich zunehmend zu alternativen Antrieben, insbesondere Elektro, zu verlagern.

Die Dena-Studie im Überblick.
Die Dena-Studie im Überblick.
(Bild: Deustche Energie-agentur GmbH)

Grundsätzlich können sich sogar deutlich mehr Verbraucher vorstellen, Neuwagen mit alternativen Antrieben zu fahren. 46 Prozent der Befragten sind generell gegenüber Elektrofahrzeugen aufgeschlossen, immerhin 23 Prozent können sich vorstellen, ein Erdgasfahrzeug zu fahren. Als Gründe, die am Ende aber gegen den Kauf sprechen, nennen die meisten die Höhe des Kaufpreises, die unzureichende Infrastruktur oder Zweifel an der Praxistauglichkeit der Technologie. Zudem fühlen sich zwei Drittel allgemein nicht ausreichend informiert über die Alternativen.

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