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Maschinen- und Anlagensoftware Umfrage: Softwarearchitektur und Industrie 4.0

Redakteur: Thomas Günnel

Unterstützt die Softwarearchitektur die Anforderungen von Industrie 4.0? Eine erste Einordnung ermöglicht eine aktuelle Umfrage der TU-München zur Modularität von Maschinen- und Anlagensoftware.

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Eine aktuelle Umfrage der TU-München zur Modularität von Maschinen- und Anlagensoftware erlaubt es einzuordnen, ob die vorhandene Softwarearchitektur die Anforderungen von Industrie 4.0 unterstützt.
Eine aktuelle Umfrage der TU-München zur Modularität von Maschinen- und Anlagensoftware erlaubt es einzuordnen, ob die vorhandene Softwarearchitektur die Anforderungen von Industrie 4.0 unterstützt.
(Bild: Siemens)

Der Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme (AIS) der TU-München hat in unterschiedlichen Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus die Güte existierender SPS-Software geprüft, Ansätze für den Umgang mit Varianten- und Versionen geprüft, die Effizienz im Engineering durch halbautomatische Code-Konfiguration erhoben und Best Practices erstellt. Zusätzlich entstand ein Reifegradmodell für Modularität im Engineering, Qualitätssicherung und Testen sowie Inbetriebnahme, Betrieb und Wartung. In einer Umfrage können sich nun Unternehmen einen Überblick verschaffen, auf welchem Stand sie bei diesem Thema sind.

Die Umfrage dauert etwa 20 Minuten und resultiert in einer ersten Einordnung des Unternehmens. Zur Umfrage zum Entwicklungsprozess, Wiederverwendung, Qualitätssicherung und Wartung.

Mit dem ausgefüllten Fragebogen kann der Lehrstuhl eine branchenbezogene Auswertung bereitstellen. Mögliche weitere Schritte sind:

  • eine detaillierte Analyse typischer SPS-Software hinsichtlich der üblichen 3-5 Ebenen der Softwarearchitektur,
  • möglicher Fehlerbehandlungen von der Komponentenebene über die Maschinen- zur Anlagenebene,
  • die Detailanalyse auf schlanke Schnittstellen und auffällige Strukturen
  • die mögliche Verbesserung von Bibliotheksstrukturen

Außerdem lässt sich IEC 61131-3-Code auf intern festgelegte Codier-Regeln prüfen, um das Einhalten interner Qualitätsvorgaben zu ermitteln.

Hintergrund der Umfrage

Gute Softwareschnittstellen sind eine Voraussetzung für flexible, adaptierbare Produktionsanlagen, die sich bei Ausfall einer Komponente robust verhalten und weiter produzieren – oder sich leicht auf neue Produkte anpassen lassen. Außerdem ist es wichtig, im Fehlerfall das Wartungspersonal zu unterstützen, um einen Wiederanfahrpunkt zu finden. Dazu halten etablierte Ansätze aus der Informatik langsam Einzug in steuerungstechnische Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau: etwa Produktlinienansätze, Feature-Modelle und Codekonfiguration aus dem Elektro-CAD oder aus Modellen mittels Modulbibliotheken.

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