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Funkwerk Umsatz springt

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Mit einem kräftigen Umsatz- und Gewinnsprung im ersten Halbjahr bleibt der Kommunikationstechnik-Hersteller Funkwerk AG auf Erfolgskurs.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Mit einem kräftigen Umsatz- und Gewinnsprung im ersten Halbjahr bleibt der Kommunikationstechnik-Hersteller Funkwerk AG auf Erfolgskurs. Das börsennotierte Thüringer Unternehmen mit 1.100 Beschäftigten verbuchte in den ersten sechs Monaten einen Umsatzzuwachs von 62 Prozent auf 125,4 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 81 Prozent auf 12,5 Millionen Euro, teilte der Vorstand am Donnerstag, 12.08., in Kölleda mit. Das zweite Quartal 2004 sei das beste in der Firmengeschichte gewesen. Vorstandschef Hans Grundner kündigte Zukäufe als "Katalysator für weiteres Wachstum" an.

Nach seinen Angaben steuerten übernommene Firmen rund 18 Millionen Euro zum Halbjahresumsatz bei. Trotz der hohen Dynamik in den ersten sechs Monaten hielt der Vorstandsvorsitzende an der nach seinen Angaben "vorsichtigen" Prognose für 2004 fest. Angepeilt würde ein Umsatz von mehr als 220 Millionen Euro bei einem Betriebsergebnis von über 20 Millionen Euro.

Die Funkwerk-Aktie verlor am Donnerstag bis 14 Uhr 5,18 Prozent auf 27,65 Euro. Das Papier gilt als Kandidat für einen Aufstieg in den TecDAX bei der Indexneubesetzung im September. Das Thüringer Unternehmen, das in den vergangenen Jahren hohe Zuwachsraten erzielte, liefert Mobilfunktechnik vor allem für Eisenbahn-Gesellschaften, Zubehör wie Verstärker- und Freisprechanlagen für die Automobilindustrie sowie Kommunikationssysteme für Unternehmen oder Krankenhäuser.

Ausgebaut werden soll das Geschäft mit Fahrgast-Informationssystemen. Der Konzerngewinn Ende Juni belief sich auf 7,6 Millionen Euro nach 4,4 Millionen Euro im Vorjahr. In der zweiten Jahreshälfte kann das Unternehmen auf gut gefüllte Auftragsbücher zurückgreifen. Der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten belief sich auf 123,5 Millionen Euro und lag damit 67 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Mehr als 80 Prozent des geplanten Jahresumsatzes seien durch Aufträge abgedeckt.