Suchen

Beru Umsatzdynamik erwartet

| Redakteur:

Die Beru AG, Ludwigsburg, hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres den Konzernumsatz um 5,2 Prozent von 66,0 Millionen Euro auf 69,4 Millionen Euro gesteigert.

Firmen zum Thema

( Archiv: Vogel Business Media )

Die Beru AG, Ludwigsburg, hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres (1. April - 30. Juni 2003) den Konzernumsatz um 5,2 Prozent von 66,0 Millionen Euro auf 69,4 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis nach Steuern fiel um 14,6 Prozent niedriger aus als ein Jahr zuvor.

Das Ergebnis vor Steuern, Beteiligungserträgen und Zinsen (EBIT) legte im ersten Quartal um 4,0 Prozent auf 10,4 (10,0) Millionen Euro zu. Die EBIT-Marge erreichte damit 15,0 Prozent (15,2 Prozent). Der Auftragseingang stieg im selben Zeitraum um 8,2 Prozent auf 75,0 (69,3) Millionen Euro. Der Auftragsbestand erreichte damit 151,7 (136,5) Millionen Euro, 11,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Diesel mit leichtem Wachstum

Im umsatzstärksten Kerngeschäftsfeld Dieselkaltstarttechnologie hat das Unternehmen mit 33,6 (33,2) Millionen Euro eine leichte Umsatzausweitung in Höhe von 1,2 Prozent erzielt. Dabei stellt sich die Absatzentwicklung der einzelnen Produkte höchst unterschiedlich dar. Mit Glühkerzen für Motoranwendungen in der Erstausrüstung wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres mit einem Plus von 4,2 Prozent ein Zuwachs erzielt, der über dem 3-prozentigen Absatzwachstum von Diesel-Pkw lag.

Demgegenüber wurde das Umsatzaufkommen nochmals durch das vollständige Auslaufen der Wasserkerzen für die Pkw-Innenraumzuheizung belastet. Hier entfielen 0,6 Millionen Euro an Erlösen. Weiterhin enttäuscht sind die Ludwigsburger vom Geschäft bei Nutzfahrzeugen. Der Absatz von Glühwendelkerzen für die Ansaugluftvorwärmung bei Nutzfahrzeugen ging im ersten Quartal zurück.

Neue Projekte bei DMAX sowie der Anlauf der neuen Motorplattformen lassen das Unternehmen hier auf eine Trendwende hoffen.

Zündungstechnik stagniert

In der Zündungstechnik für Benzinmotoren erreichte das Unternehmen die Umsatzgrößenordnung des Vorjahreszeitraums und verbuchte 19,7 (19,7) Millionen Euro. Der Absatzrückgang bei Zündspulen, mit bedingt durch die mehrmalige Verschiebung des Serienanlaufs der Kerzenschachtzündspule für Renault, belastete die Geschäftsentwicklung in der Zündungstechnik.

Im Bereich Zündkerzen geht das Unternehmen von zweistelligen Umsatzsteigerungen bis zum Jahresende aus. Dazu soll vor allem die Akquisition der Eyquem Zündkerzen-Division von JCAE (Johnson Controls Automotive Electronics) beitragen, deren Umsatzerlöse zu 90 Prozent im Ersatzteilgeschäft entstehen.

Elektronik und Sensorik expandiert

Im jüngsten Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik konnte der Konzern mit einem Plus von 22,9 Prozent vom wachsenden Markt profitieren und erreichte 16,1 (13,1) Millionen Euro. Zu dieser Steigerung trugen neben den neuen PTC- Fahrzeuginnenraumzuheizer vor allem das Reifendruck-Kontrollsystem TSS und das Absatzplus bei Sensoren bei.

Neuanläufe des PTC-Zuheizers bei VW und Ford sollen das Wachstum in der Elektronik und Sensorik in der zweiten Geschäftsjahreshälfte beschleunigen.

Ausblick

Ausgehend von der neu anlaufenden Golf-Plattform, deren Dieselmodelle sämtlich sowohl mit dem ISS als auch mit PTC Keramikheizern ausgerüstet werden, rechnet Beru in der zweiten Jahreshälfte mit steigender Umsatzdynamik, die sich auch im folgenden Geschäftsjahr fortsetzen soll. Dazu beitragen soll auch der Anlauf des ISS bei DMAX in den USA im dritten Quartal. Das GM/Isuzu Joint Venture baut die Dieselmotoren für Isuzu und GM Light Trucks.

Nach Angaben des Unternehmens, ist der Anlauf des Zündspulenauftrags von Renault bereits in Vorbereitung und soll ebenfalls ab dem Ende des dritten Quartals erfolgen.