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Wirtschaft Umweltbundesamt verdonnert Tesla zu über 12 Millionen Euro Strafe

Autor: Christoph Seyerlein

Tesla schreibt sich selbst auf die Fahne, den Mobilitätssektor mit den eigenen Produkten nachhaltiger machen zu wollen. Doch jetzt rügt ausgerechnet das Umweltbundesamt die Kalifornier. Der E-Auto-Hersteller soll gegen das deutsche Batteriegesetz verstoßen haben.

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Tesla hat gegen die Strafe Widerspruch eingelegt.
Tesla hat gegen die Strafe Widerspruch eingelegt.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Das Umweltbundesamt hat gegen den Elektroautobauer Tesla eine Millionengeldbuße verhängt. Bei dem Bußgeld in Höhe von mehr als 12 Millionen Euro gehe es um Vorwürfe, Tesla habe sich nicht an die gesetzlich vorgeschriebene Batterie-Rücknahmeverpflichtung gehalten, wie aus dem jüngsten Quartalsbericht hervorgeht, den Tesla bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hatte. Zuerst hatte die „Welt am Sonntag“ darüber berichtet. Tesla hat den Angaben zufolge Widerspruch eingelegt.

Laut deutschem Batteriegesetz müssen Hersteller von Elektroautos die von ihnen verkauften Batterien zurücknehmen oder Entsorgungspartner benennen. Tesla soll dagegen verstoßen haben.

Entsorgung von beschädigten Batterien ist aufwendig

Gerade bei Batterien mit Schäden ist die Entsorgung aufwendig. Bei Bränden sind beispielsweise immense Mengen an Wasser zum Löschen notwendig. Anschließend müssen die Batteriepacks noch für mehrere Wochen in einem Wasserbad gekühlt werden. Lässt sich die Batterie nicht vom Auto trennen, muss das gesamte Fahrzeug in einem Wassercontainer versenkt werden. Bislang bieten aber nur wenige Betriebe einen solchen Service an.

Tesla selbst schrieb in dem Quartalsbericht, man nehme weiterhin Batteriepacks aus den eigenen Fahrzeugen zurück. Bei den Vorwürfen gehe es hauptsächlich um administrative Verpflichtungen. Der Hersteller erwartet nach eigenen Angaben nicht, dass die Auseinandersetzung mit dem Umweltbundesamt das eigene Geschäft „wesentlich negativ beeinträchtigen wird“.

Mit Material von dpa

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«