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ContiTech Unabhängiger vom Auto

| Redakteur: Bernd Otterbach

ContiTech plant, das Geschäft bei erneuerbaren Energien kräftig auszubauen. Die Continental-Konzernsparte will damit den Anteil des Geschäfts im Nicht-Automobilbereich steigern.

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Vorstandschef Gerhard Lerch sprach am Dienstag auf der Hannover Messe von einem strategisch wichtigen Bereich. „Wir sehen sowohl bei der Windkraft als auch bei der Wellenkraft ganz klar Wachstumspotenzial.“ ContiTech liefert Komponenten zum Beispiel für Windkraftanlagen. Generell will die Conti-Konzernsparte angesichts der Preiskämpfe in der Autoindustrie das Geschäft in anderen Industriebereichen steigern. Zudem soll weiter im Ausland expandiert werden. So strebt die Sparte in China in den nächsten fünf Jahren eine Umsatz-Verdopplung an.

ContiTech mit weltweit rund 24.000 Beschäftigten ist einer von sechs Konzernbereichen des Automobilzulieferers und Reifenherstellers Continental. Das Unternehmen fertigt zum Beispiel Schläuche, Antriebsriemen, Transportbänder und Luftfederungen.

Zukäufe geplant

2007 stieg der ContiTech-Umsatz um mehr als sieben Prozent auf rund drei Milliarden Euro, das operative Ergebnis lag bei rund 363 (319) Millionen Euro. Im laufenden Jahr sollen diese Werte gesteigert werden. Der Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz stieg 2007 von 55 auf 58 Prozent. Dieser Kurs soll fortgesetzt werden. ContiTech wolle die Internationalisierung „aktiv vorantreiben“ um weiter profitabel zu wachsen, sagte Lerch. Auch Zukäufe seien geplant.

Der Anteil des Geschäfts im Nicht-Automobilbereich, etwa im Maschinenbau, soll von derzeit 40 auf 45 Prozent steigen. Im Bereich erneuerbarer Energien hat ContiTech zum Beispiel Verbindungskomponenten für Wellenkraftwerke entwickelt. Ein Serieneinsatz ist ab 2012 geplant.

dpa

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