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Wema Vogtland Unter Insolvenzverwaltung

| Redakteur: Bernd Otterbach

Über das Vermögen der Wema Vogtland GmbH hat das Amtsgericht Chemnitz mit Beschluss vom 16. Oktober die vorläufige Insolvenzverwaltung verhängt. Die Geschäftsführung hatte einen Tag zuvor selbst den Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt.

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Der mittelständische Hersteller von Präzisionswerkzeugmaschinen beliefert nahezu die gesamte deutsche Automobilindustrie. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Christoph Junker (Dresden/Chemnitz) ernannt.

Gute Auftragslage

Wie Junker mitteilte, soll der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft fortgeführt werden. Die Auftragslage der Wema Vogtland sei ausgezeichnet und die Kundschaft des Unternehmens sei - wie erste Reaktionen auf die Insolvenzantragstellung bereits gezeigt hätten – sehr am Fortbestand des Unternehmens interessiert.

Die Chance, dass es gelingen wird, das Unternehmen dauerhaft am Markt zu erhalten und aus der Insolvenz heraus auf neue, gesündere „Füße“ zu stellen, bezeichnete Junker als ausgesprochen gut. Diesbezügliche erste Gespräche mit potenziellen strategischen Partnern sollen kurzfristig aufgenommen werden.

Beginn des Insolvenzverfahrens Ende dieses Jahres

Zunächst einmal müssten jetzt aber im Laufe des vierten Quartals die Voraussetzungen für die so genannte Eröffnung des Insolvenzverfahrens geschaffen werden. Insoweit seien Gespräche mit den beteiligten Banken vorgesehen. Mit der Eröffnung des Verfahrens rechnet Junker spätestens Ende des Jahres.

Betreffend die 182-köpfige Belegschaft – die in einer ersten Belegschaftsversammlung über die Ursachen und Perspektiven der Insolvenz informiert wurde - bemüht sich Junker bereits um eine Zwischenfinanzierung der Löhne und Gehälter für den Monat Oktober. Er rechnet damit, die zum 6. November fälligen Löhne und Gehälter pünktlich bezahlen zu können.

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