Hackerangriff auf Pipeline US-Regierung warnt Bürger davor, Kraftstoff zu horten

Autor / Redakteur: dpa-AFX / Lena Sattler

Ein Cyberangriff brachte eine Pipeline in den USA komplett zum Erliegen. Die Folgen sind groß: Die Regierung bittet jetzt darum, keinen Kraftstoff zu lagern.

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Ein Cyberangriff auf die Colonial Pipeline löst Kraftstoff-Engpässe in den USA aus.
Ein Cyberangriff auf die Colonial Pipeline löst Kraftstoff-Engpässe in den USA aus.
(Bild: gemeinfrei)

Die US-Regierung hat die Bürger nach dem Cyberangriff auf die größte Benzin-Pipeline im Land aufgefordert, keinen Kraftstoff zu horten. „Die nächsten Tage werden herausfordernd sein“, sagte Energieministerin Jennifer Granholm am Dienstag (11. Mai, Ortszeit) in Washington. Die Lage werde sich aber bald wieder normalisieren, es gebe keinen Mangel an Kraftstoff. Die Regierung bitte darum, von Hamsterkäufen abzusehen. „Wir haben Benzin, wir müssen es nur zu den richtigen Orten bringen“, sagte Granholm.

Laut der Marktanalysefirma Gasbuddy nahmen Versorgungsengpässe wegen des Ausfalls der Pipeline zu. In Atlanta etwa hätten rund 20 Prozent der Tankstellen zuletzt kein Benzin gehabt. Auch andernorts gab es demnach teilweise leere Zapfsäulen. Die Knappheit hat die Spritpreise in den USA auf den höchsten Stand seit 2014 getrieben.

Einer der größten Pipelines steht still

Der Betreiber Colonial will die Pipeline aber bis Ende der Woche wieder weitgehend zum Normalbetrieb zurückbringen. Das Unternehmen transportiert etwa 45 Prozent aller an der Ostküste verbrauchten Kraftstoffe.

Die Firma hatte Ende vergangener Woche nach eigenen Angaben bestimmte Systeme nach einer Cyberattacke vom Netz genommen, um die Bedrohung einzudämmen. In der Folge sei der Betrieb der Pipeline komplett zum Erliegen gekommen. Eine stellvertretende nationale Sicherheitsberaterin hatte am Montag (10. Mai) im Weißen Haus erklärt, die Regierung habe keine Informationen dazu, ob der Pipeline-Betreiber den Erpressern ein Lösegeld gezahlt habe. Momentan sei von einem „kriminellen Akt“ auszugehen. Es würden aber alle Hinweise geprüft, auch mit Blick auf eine mögliche Verwicklung staatlicher Akteure.

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