Regierungsziel USA: 2030 soll die Hälfte der Neuwagen elektrifiziert sein

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Die US-Regierung hat ein neues Ziel ausgegeben. In weniger als zehn Jahren soll die Hälfte der verkauften Neuwagen entweder ein E-Auto, ein Hybrid oder ein Wasserstofffahrzeug sein.

Firmen zum Thema

In den USA sollen deutlich mehr E-Autos auf die Straßen kommen.
In den USA sollen deutlich mehr E-Autos auf die Straßen kommen.
(Bild: Chevrolet)

Einem neuen Ziel der US-Regierung zufolge soll die Hälfte aller in den Vereinigten Staaten verkauften Neuwagen ab 2030 weitgehend emissionsfrei fahren. Dazu gehören elektrische Autos, Fahrzeuge mit Hybridantrieb und Autos mit Wasserstoffantrieb, wie das Weiße Haus mitteilte. Präsident Joe Biden unterzeichnete am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) eine entsprechende Verfügung.

Der US-Senat will ein Infrastrukturpaket beschließen, u. a. mit 7,5 Milliarden Dollar für Ladestationen.

Damit werde auch die Verschärfung der Verbrauch- und Abgasstandards eingeleitet, „um Verbrauchern Geld zu sparen, die Verschmutzung zu reduzieren“ und den Klimawandel zu bekämpfen, erklärte das Weiße Haus. Das Verkehrsministerium werde dafür unter Ex-Präsident Donald Trump gelockerte Vorschriften verschärfen. Die Initiative werde den Weg ebnen, um die klimaschädlichen Abgase der Personenfahrzeuge bis 2030 im Vergleich zum vergangenen Jahr um 60 Prozent zu senken, hieß es.

Hersteller unterstützen Initiative

Die Autobauer Ford, General Motors und Stellantis erklärten in einer vom Weißen Haus verbreiteten gemeinsamen Stellungnahme, sie hofften, den Anteil der elektrischen Fahrzeuge bis 2030 auf einen Anteil von 40 bis 50 Prozent aller verkauften Autos zu steigern.

Die Hersteller BMW, Ford, Honda, Volvo und Volkswagen erklärten unter Bezug auf die bereits bestehenden Ziele des Bundesstaats Kalifornien ebenfalls ihre Unterstützung für die Initiative der Regierung. Um die Zukunft elektrischer Fahrzeuge dahingehend zu sichern, brauche es „mutiges Handeln“, inklusive landesweiter und strikter Abgasnormen, Investitionen in die Infrastruktur zum Laden der Autos und Anreize für die Verbraucher, um sie zum Kauf der elektrischen Fahrzeuge zu bewegen, hieß es. Auch die große Autogewerkschaft UAW stellte sich hinter die Initiative.

Milliardenförderung für Ladestationen

Der US-Senat will in Kürze mit überparteilicher Mehrheit ein Infrastrukturpaket beschließen, das der Regierung zufolge auch 7,5 Milliarden Dollar (6,3 Milliarden Euro) für die Förderung von Ladestationen elektrischer Autos enthalten wird. Weitere 2,5 Milliarden Dollar sollen für elektrische Busse eingesetzt werden.

(ID:47559779)