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US-Investmentfonds kämpfen um Anteile am französischen Automobilzulieferer Valeo. Der Machtkampf treibt die Aktienkurse in die Höhe.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Ein Machtkampf angelsächsischer Investmentfonds um Valeo treibt den Aktienkurs des großen französischen Autozulieferers in die Höhe. Seit Jahresbeginn stieg der Kurs um 37 Prozent.

Die Mitteilung der Konzernführung, ein Fonds habe «Interesse» bekundet, hievte die Aktie am Freitag bis auf 44,66 Euro. Der Valeo-Aktionär Guy Wyser-Pratte sagte dem «Figaro» (Freitag), die US-Investmentbank Merryll Lynch suche mit dem Valeo-Management nach einem Käufer und habe dafür 3,5 Milliarden Euro Kredit bereit gestellt.

Valeo kam 2006 mit fast 70 000 Mitarbeitern in 29 Staaten auf zehn Milliarden Euro Umsatz und 161 Millionen Euro Überschuss. Am Donnerstag hatte der US-Hedge-Fonds Pardus seinen Valeo-Anteil auf 12,5 Prozent aufgestockt. In Konkurrenz dazu bereitet der US-Fonds Apollo ein Übernahmeangebot vor. Wyser-Pratt hat seinerseits drei Prozent des Kapitals hinter sich vereint und fordert sieben der elf Mandate im Verwaltungsrat.

Vom Ausgang des Machtkampfes hängt es ab, ob Valeo Konzernteile abgibt und sich auf lukrative Sparten beschränkt oder umgekehrt mit der Übernahme großer Teile des amerikanischen Autozulieferers Visteon seine Marktpositionen ausbaut. Wyser-Pratt möchte Valeo im Interesse höherer Margen und weiter steigender Aktienkurse umstrukturieren und dabei ungenannte Geschäftsteile verkaufen.

Pardus will Valeo dagegen mit der früheren Ford-Tochter Visteon verschmelzen, an dem der Hedge Fonds ebenfalls mit 17,2 Prozent beteiligt ist. Valeo selbst soll für die dritte Lösung einer Übernahme durch Apollo und Partner sein. Wyser-Pratte, der bei 25 Euro je Aktie eingestiegen ist, würde dann die Gewinne einstreichen und gehen.