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Coronakrise VDA-Chefin warnt vor nationalen Alleingängen bei Beschränkungen

| Autor / Redakteur: dpa / Viktoria Hahn

VDA-Chefin Hildegard Müller spricht sich für einen europaweit einheitlichen Wiederanlauf der Produktion aus. Auch innerhalb von Deutschland solle bezüglich der Öffnung von Händlerbetrieben und Zulassungsstellen abgestimmt gehandelt werden.

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Die Branche brauche offene Grenzen und ein „europaweit abgestimmtes Vorgehen auch zur Wiederaufnahme der Produktion“, meint Hildegard Müller, Chefin des Verbands der Automobilindustrie (VDA).
Die Branche brauche offene Grenzen und ein „europaweit abgestimmtes Vorgehen auch zur Wiederaufnahme der Produktion“, meint Hildegard Müller, Chefin des Verbands der Automobilindustrie (VDA).
(Bild: Peter Himsel/VDA )

Die Chefin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, hat in der Corona-Krise vor nationalen Alleingängen beim Neustart der Industrieproduktion gewarnt. „Die Lieferketten in der Automobilindustrie sind komplex und grenzüberschreitend“, teilte Müller der Deutschen Presse-Agentur mit. „Es muss gewährleistet sein, dass Produktion und Logistik abgestimmt wieder anlaufen können.“ Die Branche brauche offene Grenzen und ein „europaweit abgestimmtes Vorgehen auch zur Wiederaufnahme der Produktion“.

Auch im Inland sollten sich Bund und Länder auf ein einheitliches Vorgehen einigen. „Das betrifft auch die Öffnung von Händlerbetrieben, den Verkauf von Neuwagen ebenso wie die Öffnung von Zulassungsbehörden“, sagte Müller.

Lob für die Bundesregierung in der Krise

„Die Gesundheit der Menschen steht bei allen Plänen für einen Hochlauf im Mittelpunkt“, sagte Müller. „Deshalb brauchen Politik und Wirtschaft ein gemeinsames Verständnis dafür, unter welchen Voraussetzungen wir die Produktion wieder anlaufen lassen können.“ Auch eine möglichst frühzeitige Planungssicherheit sei wichtig.

Müller lobte die Bundesregierung für das Vorgehen in der Corona-Krise. Sie habe „umfassend und schnell gehandelt. Die eingesetzten Instrumente sind grundsätzlich wirksam“.

An diesem Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen bei den durch Sars-CoV-2 bedingten Beschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft. Die Einschränkungen gelten bislang bis zum 19. April.

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