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Handelsabkommen

VDA: Lehren aus CETA-Verhandlungen ziehen

| Redakteur: Christian Otto

Der VDA-Präsident Matthias Wissmann kritisiert den bisherigen Verlauf der CETA-Verhandlungen zwischen der EU und Kanada. Er wirbt weiter für das Abkommen und hofft in Handelsfragen auf eine geschlossene EU.

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Matthias Wissmann mahnt an, aus den Fehlern der CETA-Verhandlungen Lehren zu ziehen.
Matthias Wissmann mahnt an, aus den Fehlern der CETA-Verhandlungen Lehren zu ziehen.
(Bild: Jens Schicke/ VDA)

Die Verzögerungen um das Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada werden auch von der Automobilindustrie kritisch betrachtet. In einer Pressmitteilung fordert deshalb Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) und Vizepräsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), dass die politisch Verantwortlichen Lehren aus der Entwicklung ziehen:„ Eine solche Hängepartie wie bei CETA darf sich künftig nicht wiederholen“.

Und Wissmann legt in seiner Kritik nach: „Mit dem Gezerre um CETA gibt die EU ein denkbar schlechtes Bild ab. Die Beteiligten müssen weiter alles daransetzen, CETA rasch erfolgreich abzuschließen. Nur so kann die EU zeigen, dass sie handlungsfähig und ein verlässlicher Verhandlungspartner ist.“

Geschlossenheit gefordert

Wissmann fordert zudem, die Entscheidung, dass Handelsabkommen allen EU-Mitgliedsländern zur Abstimmung vorgelegt werden, zu überprüfen. Die Zuständigkeit für handelspolitische Fragen liege seit jeher bei der EU.

Der oberste Lobbyist der deutschen Automobilindustrie mahnt vielmehr zur Geschlossenheit: „Nach dem Brexit-Votum gilt mehr denn je: Europa darf sich nicht selbst zerlegen. Es wäre fatal, wenn die EU nicht mehr in der Lage ist, ihre Interessen mit internationalen Verträgen erfolgreich umzusetzen.“

CETA sei aus seiner Sicht unter allen Handelsabkommen weltweit eines der fortschrittlichsten. Es respektiere – so der VDA-Präsident – in einer einzigartigen Weise unterschiedliche Kulturen und es sichere den Umwelt- und Verbraucherschutz. Gegen den weltweiten Freihandel zu agieren heiße, „bewusst Millionen Arbeitsplätze in der deutschen Industrie aufs Spiel zu setzen“

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