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Verbindung zwischen realer und der digitaler Welt

| Autor / Redakteur: Thomas Kuther / Bernd Otterbach

Audi connectMit der Fahrzeugvernetzungs-Strategie „Audi connect“ bündelt der OEM alle Anwendungen und Entwicklungen, die heutige und künftige Modelle mit dem Internet, dem Besitzer und der Infrastruktur verbinden.

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Audi connect

Die Welt vernetzt sich und Audi mit ihr. Bereits seit 2005 arbeitet Audi mit Google in Sachen Internetnutzung im Fahrzeug zusammen. Mit Audi connect soll nun das Angebot durch neue Vernetzungsformen erweitert werden. Die Strategie umfasst die Themenfelder Fahrzeug-Online-Anbindung, Vernetzung von Auto und Besitzer sowie Verbindung von Auto mit der Infrastruktur und anderen Fahrzeugen. „Bereits aktuelle Modelle wie der neue Audi A6 bieten wegweisende Connectivity-Lösungen“, betont Michael Dick, Vorstand Technische Entwicklung bei Audi.

Das Auto in der Online-Welt

Für Audi connect stehen heute schon die Modelle A8, A7 Sportback, der neue A6 und demnächst auch der A1. Diese Modelle lassen sich auf Wunsch per UMTS-Modul mit der Online-Welt vernetzen. Diese Verbindung ermöglicht eine ganze Reihe nützlicher Anwendungen: Beispielsweise die uneingeschränkte Einbindung von Google Earth in die Kartendarstellung des Navigationssystems, was die Orientierung erheblich erleichtert. Zudem findet der Fahrer dank der Anbindung an die Google-Suche eine enorme Anzahl von aktuellen Sonderzielen. Und der integrierte Informationsdienst bringt unter anderem Wetter- und Reisedaten oder Nachrichten ins Auto. Darüber hinaus lassen sich dank des integrierten W-LAN-Hotspots bis zu acht mobile Endgeräte mit dem Internet koppeln. Für diese Onlinefunktionalität wurden die Modelle A8 und A7 Sportback im Juni 2010 von einer unabhängigen Fachjury mit der Auszeichnung „Best Embedded Navigation Telematics Product“ geehrt.

Verkehrsinformationen sind online abrufbar

Im Sommer 2011 folgen in Europa mit dem Service Audi Verkehrsinformation online und einer erweiterten Sprachbedienung – mit der sich per Sprachbefehl Sonderziele via Google finden lassen – weitere Meilensteine. Audi Verkehrsinformation online trifft anhand von Echtzeit-Daten präzise Voraussagen zur Verkehrssituation auf der gewählten Route und arbeitet schneller und exakter als bisher bekannte Verkehrsinfodienste.

Höhere Sicherheit dank geringerer Ablenkung des Fahrers

„Bei allen Audi connect Funktionen verfolgen wir eine klare Strategie, um die Bedienung einfach, die Fahrerablenkung gering und das Sicherheitsniveau hoch zu halten. Die Online-Dienste sind in die hochwertige Audi-Darstellungsform integriert. Dabei bieten die Funktionen bewusst nicht die volle Bandbreite des Internets, sondern stellen eine Auswahl mit maximalem Nutzen dar“, sagt Ricky Hudi, Leiter Entwicklung Elektrik und Elektronik bei Audi.

Smartphone-Funktionen sind im Navigationssystem nutzbar

Ein weiteres Themenfeld von Audi connect beschreibt die Vernetzung zwischen Auto und Besitzer. Audi connect verheiratet hier die automobile Lebenswelt mit dem neuen, von Internet und Mobiltelefon geprägten Lifestyle. Audi-Fahrer können künftig diverse, speziell auf ihr Modell abgestimmte Smartphone-Funktionen nutzen. Beispielsweise lassen sich mit GPS-Handy fotografierte Bilder im Navigationssystem abspeichern, auf Wunsch führt es dann zu den Koordinaten der Fotolocation.

Elektrische Mobilität ist mit dem Smartphone planbar

Auch bei der Mobilitätsplanung elektrisch fahrender Autos spielt das Smartphone eine wichtige Rolle. Bei den Prototypen des Audi A1 e-tron kann man jederzeit den Akku-Ladezustand am Handydisplay ablesen. Auch ob Türen und Fenster verschlossen sind, oder ob Servicemitteilungen vorliegen, wird angezeigt. Auch das Steuern der Innenraumtemperatur per Mobiltelefon ist denkbar. Um Praxiserfahrungen auf diesem Gebiet zu sammeln, startet Audi gemeinsam mit einigen Partnern im Sommer 2011 einen Flottenversuch mit dem A1 e-tron.

Datenaustausch mit anderen Autos und der Infrastruktur

Als weiteres Themenfeld beschreibt Audi connect die Auto-Umfeld-Verbindung. Hierbei dreht sich alles um die Schlagworte Car-to-Car-, Car-to-X- und X-to-Car-Kommunikation. Diese Begriffe beschreiben den Datenaustausch von verschiedenen Autos untereinander, von Auto zu Infrastruktur und von der Infrastruktur zum Auto.

Verkehrsampeln und Autos reden bereits seit 2006 miteinander

Zur Erforschung solcher Technologien hat Audi bereits 2006 mit verschiedenen Partnern das Projekt Travolution ins Leben gerufen. Dabei lernten über 150 Verkehrsampeln in Ingolstadt mit 15 Versuchswagen zu kommunizieren. Dieses Netzwerk empfiehlt den Fahrern das optimale Tempo für die Grüne Welle. Auf Wunsch steuert die Elektronik die Geschwindigkeit vollautomatisch. Der Verkehrsfluss verbessert sich, Wartezeiten fallen kürzer aus und der CO2-Ausstoß verringert sich um bis zu ein Fünftel. Außerdem kann die Fahrzeugelektronik eingreifen, wenn ein Fahrzeug droht, eine rote Ampel zu überfahren.

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