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Carlyle Verkauf von Honsel

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Die Private-Equity-Firma Carlyle hat einen Vertrag über den Verkauf von Honsel International Technologies an Ripplewood Holdings unterzeichnet.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Private-Equity-Firma Carlyle hat einen Vertrag über den Verkauf von Honsel International Technologies an Ripplewood Holdings unterzeichnet. Das gab das Unternehmen am Mittwoch, 08.09., bekannt. Ripplewood Holdings ist ebenfalls ein Private-Equity-Haus. Der Verkauf bedarf noch diverser Zustimmungen und soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Die Carlyle Group hatte Honsel 1999 akquiriert und damit das erste öffentliche Übernahmeangebot einer Private-Equity-Firma in Deutschlandvollzogen. Im Jahr 2000 kaufte Carlyle den kanadischen Metallgusshersteller Amcan Consolidated Technologies (ACT) hinzu und fusionierte das Unternehmen mit Honsel zu der neuen Einheit Honsel International Technologies.

"Honsel ist ein großartiges Unternehmen mit einer beherrschenden Marktposition in Europa und den USA und einem hervorragenden Führungsteam. Wir sind sehr zufrieden, dass wir Honsel auf dem Weg von einer deutschen börsennotierten Gesellschaft hin zu einem starken europäisch-amerikanischen Unternehmen begleiten konnten", sagte Gregor Böhm, Managing Director der Carlyle Group.

Honsel ist europäischer Marktführer im Bereich Leichtmetalldruckguss für die Automobilindustrie und zählt Unternehmen wie DaimlerChrysler, Audi, Volvo, PSA, ZF und BMW zu seinen Kunden. Honsel ist mit sieben Standorten in Europa präsent. ACT ist ein führender Zulieferer von Metallguss für die nordamerikanische Automobilindustrie und produziert an fünf Standorten in Kanada. ACT ist außerdem Zulieferer für den Bergbau in Nord- und Südamerika.

"Wir haben Honsel über die letzten fünf Jahre erheblich weiterentwickelt und bauen unsere Marktstellung weiter aus. Die Carlyle Group hat während ihrer Eigentümerschaft in Partnerschaft mit der Familie Honsel diesen Kurs extrem unterstützt. Wir freuen uns jetzt auf unsere nächste Entwicklungsstufe.", sagte Engelbert Heimes, CEO von Honsel International Technologies.

Bei der Transaktion wurde Carlyle von Latham & Watkins LLP, Millbank, Tweed, Hadley & McCloy LLP und Lehman Brothers beraten. Der Verkauf von Honsel ist der vierte Exit für Carlyle aus dem europäischen Buyout-Fonds Carlyle Europe Partners I, der 1998 aufgelegt wurde. Zuvor war Carlyle bereits bei dem französischen Medienhaus Le Figaro, dem französischen Baustoffhersteller Materis und dem österreichischen Maschinenbauer Andritz ausgestiegen.