Suchen

Epcos Verlagerung nach Asien

| Redakteur: Bernd Otterbach

Der Bauelementespezialist Epcos richtet sich neu aus: Um dem starken Kostendruck für einzelne Bauteile zu entkommen, will das Unternehmen künftig auch ganze elektronische Systeme anbieten. Dafür soll mehr Geld in Forschung und Entwicklung fließen.

Firmen zum Thema

Allerdings verlagert Epcos auch weitere Stellen aus München nach Asien. Unternehmenschef Gerhard Pegam begründete den Schritt zum einen mit den niedrigeren Löhnen in Asien, ergänzte aber: „Das macht uns auch weniger anfällig für Wechselkurseffekte.“ Pegam will durch die Verlagerung bis spätestens Ende kommenden Jahres rund 5 Millionen Euro einsparen.

400 Stellen betroffen

Betroffen sind 400 Stellen, dabei handelt es sich laut Epcos überwiegend um Leiharbeiter. Die Stammbelegschaft in München ist 1.250 Mann stark. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 18.000 Menschen.

Der starke Euro und der Preisverfall von rund 10 Prozent binnen eines Jahres hatten Epcos im zweiten Geschäftsquartal belastet. Der Überschuss sank zwischen Januar und Ende März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 23,8 auf 17,1 Millionen Euro. Der Umsatz schrumpfte um 1 Prozent auf 362 Millionen Euro.

Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte Epcos aber. So soll das operative Ergebnis von zuletzt 83 auf 110 Millionen Euro steigen. Der Umsatz soll „im mittleren einstelligen Prozentbereich“ zulegen, was Erlösen von gut 1,5 Milliarden Euro entspräche.

dpa

(ID:255421)