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Bosch Vermehrt Billigautos

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Der Autozulieferer Bosch rechnet mit einem Wachstum im Segment der Billigautos und will an dem Trend teilhaben.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Der Autozulieferer Bosch rechnet mit einem Wachstum im Segment der Billigautos. "Wir sind überzeugt, das Segment der Billigstautos wird wachsen, auch bei uns", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Franz Fehrenbach, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Donnerstag, 18.11. Das sei auch ein Markt für Bosch. Für den in Rumänien gebauten "Logan" werde damit geworben, dass er ein ABS-System von Bosch habe.

Die Logik liege auf der Hand: "Gerade die ganz billigen Autos müssen sich durch ein besonderes Merkmal profilieren - warum nicht durch ein Sicherheitssystem vom schwäbischen Qualitätsanbieter?" Einfachsysteme seien bisher nicht die Stärke von Bosch gewesen, so Fehrenbach. In der Regel habe man bei Bosch den Einstieg in neue Märkte über Oberklassemodelle deutscher Automobilherstellern realisiert. Unter dem Begriff "Entfeinerung" will Bosch zukünftig dem Trend Rechnung tragen, dass nicht mehr alles Machbare auch automatisch umgesetzt werde.

Mit der Integration der zugekauften Unternehmensteile Buderus und Rexroth zeigte sich Fehrenbach zufrieden. Die Segmente außerhalb des Automobilgeschäfts sollen gestärkt werden, um das Unternehmen besser auszubalancieren. Aber auch in der Kraftfahrzeugsparte, die fast zwei Drittel zum Konzernumsatz von voraussichtlich 40 Milliarden Euro beiträgt, lasse sich Bosch keine Chance entgehen. "Allerdings hat unser Kraftfahrzeuggeschäft soviel interne Dynamik: Allein in diesem Jahr werden wir den Umsatz um 7 Prozent steigern. Da müssen sich andere sputen, um keine Marktanteile zu verlieren", sagte Fehrenbach der Zeitung.