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Opel Vermiet-Konzept soll den Ampera befeuern

| Redakteur: Jens Rehberg

Die ersten verfügbaren Opel Amperas sollen als Rent-Fahrzeuge an die rund 200 Händler gehen, die das neue Technik-Flaggschiff des GM-Konzerns anbieten wollen.

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„Interessierte Kunden können damit das neue E-Mobilitätserlebnis nicht nur für die Dauer einer kurzen Probefahrt um vier Ecken genießen“, sagte Vetriebs-Chefin Imelda Labbé am Rande einer Pressevorführung. Das Vermiet-Konzept, bei dem auch Halbtages-Buchungen möglich sein sollen, ist eines von mehreren Aktionen, mit denen Opel zur Einführung des Modells gegen Jahresende die technische Alleinstellung des Ampera in der Kommunikation hervorheben will.

Absatzplanung für 2012 nach oben korrigiert

Die Vertragsergänzungen in Sachen Ampera sind derweil auf dem Weg zu rund 200 der insgesamt 447 Opel-Händler, die sich in einer ersten Phase für den Ampera entschieden haben. Nur diese Partner können den Ampera dann auch im Service betreuen. Wer sich das E-Auto nachträglich ins Haus holen will, wird wohl warten müssen. Denn Opel muss mit den verfügbaren Fahrzeugen gut haushalten. GM hat offenbar aufgrund der mangelnden Subventionierungsbereitschaft europäischer Politiker nicht damit gerechnet, dass das Kaufinteresse an dem Fahrzeug die Planung für das erste Verkaufsjahr (8.000 Einheiten) übersteigt. Das Europa-Verkaufsziel für nächstes Jahr liegt jetzt bei 10.000 Einheiten.

3.000 Amperas sollen 2012 in Deutschland vermarktet werden. Hier miteingerechnet: 400 Händlerautos – je ein Vorführwagen und ein Rent-Fahrzeug. Wie sich der Ampera angesichts dieser geringen Stückzahl – zunächst im Durchschnitt 13 Einheiten pro Partner und Jahr – für den Handel lohnen soll, erklärt Imelda Labbé vor allem mit einem „überschaubaren Invest“. Die Pflicht-Elemente zur Präsentation müssten die Partner im Rahmen der kommenden neuen CI-Standards sowieso irgendwann installieren. Und auch der Schulungsaufwand in Sachen Hochvolttechnik (fünf Tage) kommt vermutlich früher oder später auf die Betriebe zu. Die Vertriebs-Chefin stellt aber auch klar: „Der Ampera ist für uns im Anlauf ganz klar eine Markenkampagne – da wird jeder seinen Beitrag bringen“.

Außergewöhnlicher Werbedruck

Von Seiten des Herstellers kündigte Imelda Labbé einen außergewöhnlichen Werbedruck an: „Wir werden weit über das hinausgehen, was man normalerweise für ein solches Volumen veranschlagen würde.“

Der Opel Ampera ist ab sofort bestellbar. Die Einführung beim Handel soll im November stattfinden. Das E-Auto mit Range Extender kostet ab 42.900 Euro. Zur Einführung wird allerdings ausschließlich eine hochwertig ausgestattete Version für 48.200 Euro erhältlich sein. Der Basis-Ampera ist 1.000 Euro teurer als der Chevy Volt. Rechtfertigen sollen dies zusätzlich zur „lebenslangen Garantie“ weitere acht Jahre Gewähr auf die E-Komponenten und eine 24-Stunden-Hotline, die bei allen Fragen rund um das neue Modell bis hin zur Mobilitätssicherung im Pannenfall weiterhilft. Opel vermittelt den Käufern zudem vergünstigte Ökostrom-Tarife.

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