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Produktionserweiterung Vier neue Autoneum-Werke in China

Redakteur: Christian Otto

Autoneum geht in China in die Offensive. Mit gleich vier neuen Werken will der Zulieferer die hohe Nachfrage internationaler OEMs abbilden. Den Anfang machte das Werk im ostchinesichen Yantai.

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Das Autoneum-Werk in Yantai ist der erste von vier neuen Standorten des Zulieferes in China.
Das Autoneum-Werk in Yantai ist der erste von vier neuen Standorten des Zulieferes in China.
(Bild: Autoneum)

Autoneum baut seine Fertigungskapazitäten in China mit vier zusätzlichen Werken stark aus. Als Grund nennt das Unternehmen volumenstarke Aufträge seitens europäischer, US-amerikanischer und chinesischer Kunden. In dem neuen Werk im ostchinesischen Yantai (Provinz Shandong) produziert der Zulieferer bereits in Serie und just-in-time Stirnwandisolationen und Teppichsysteme. Rund 250.000 Fahrzeuge chinesischer OEMs sollen von dort jährlich mit Komponenten beliefert werden. Es handelt sich um das siebte chinesische Werk von Autoneum.

Yantai wurde als eines der ersten Autoneum-Werke auf Basis von digitalen 3-D-Simulationen konzipiert. Mit Hilfe der sogenannten „Computer-Based Manufacturing Simulation“ (CBMS) simulierten die Verantwortlichen die Installation der Anlagen und das Layout der Produktionszellen sowie den Einsatz von Mitarbeitern bereits in der Planungsphase. Das soll die Arbeitsbedingungen verbessern, eine optimale Gestaltung und Auslastung des Werks ermöglichen, die Produktion effizienter machen und so Kosten sparen. Die durch Virtual-Reality gewonnenen Erkenntnisse fließen in die CBMS-basierte Konzeption neuer Werke im globalen Produktionsnetzwerk von Autoneum ein.

Drei weitere Werke vor Eröffnung

Das neue Werk in Yantai bildet nur den Auftakt einer starken Kapazitätserweiterung des Zulieferers in China. Bereits in wenigen Wochen soll auch in dem neuen Werk in Changsha in der Provinz Hunan die Serienproduktion von Teppichsystemen, Stirnwandisolationen und Radhausverkleidungen für US-amerikanische und chinesische Hersteller beginnen. Die jährliche Produktionskapazität des Werks in Changsha wird laut Autoneum bei rund 1,4 Millionen Komponenten liegen.

Noch im Bau befinden sich ein Werk im rund 100 Kilometer südwestlich von Shanghai gelegenen Pinghu (Provinz Zhejiang) und eine Fertigungsstätte in Shenyang Tiexi in der Provinz Liaoning im Nordosten des Landes. In Pinghu produziert Autoneum ab Herbst kommenden Jahres Unterbodensysteme für europäische und chinesische Fahrzeughersteller; Shenyang Tiexi soll ebenfalls ab 2018 Modelle deutscher Kunden mit Hitzeschildern, Motorhaubenabsorbern und Teppichsystemen beliefern.

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