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Visionäre Fahrzeug-Konzepte

| Autor / Redakteur: Claus-Peter Köth / Claus-Peter Köth

Autos müssen wieder leichter werden, um CO2 zu sparen. Und umweltfreundliche Autos dürfen keine ,rollende Verzichtserklärung‘ sein, sondern – ganz im Gegenteil – Spaß machen“, sind

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Autos müssen wieder leichter werden, um CO2 zu sparen. Und umweltfreundliche Autos dürfen keine ,rollende Verzichtserklärung‘ sein, sondern – ganz im Gegenteil – Spaß machen“, sind sich Rinspeed-Chef Frank M. Rinderknecht und Ian Paterson, Vorstandsmitglied von Bayer Material Science, einig.

Mit dem vollkommen transparenten Konzeptfahrzeug „eXasis“, stellten beide Unternehmen dieses Mal einen gelben Öko-Roadster vor. Seine technische Daten sind beeindruckend: Zweizylinder Weber-Motor mit 750 cm3, 150 PS und 210 km/h Spitze, 750 kg Gewicht dank Leichtbauweise mit dem Polycarbonat Makrolon, und ein Verbrauch von 6,3 Liter Bioethanol E85 (=4,5 Liter Benzin) auf 100 km. Da Ethanol in der Umweltbilanz weitgehend CO2-neutral ist, entspricht das laut Hersteller einem CO2-Ausstoß von 20 Gramm pro Kilometer.

Demgegenüber suggerierte das Luxury Utility Vehicle (LUV) von EDAG schon optisch mehr Serienreife. „90 Prozent der Teile, die notwendig waren, um die Metamorphose eines Oberklasse-SUV (Anm. d. Redaktion: des Mercedes GL) zum LUV zu bewerkstelligen, stammen aus dem Teileregal des Basisfahrzeugs“, bekräftigte Projektleiter Andreas Funk. Ferner legte EDAG bei der Entwicklung besonderen Wert darauf, das vorhandene Produktionskonzept zu berücksichtigen. „Nischenfahrzeuge werden so für die OEM zum Business Case“, kommentierte EDAG-Designchef Johannes Barckmann.

Als „Hightech-Ei für den Stadtverkehr der Zukunft“ fand das Konzeptfahrzeug „City Car“ der Assystem Group Eingang in die Genf-Berichterstattung. Zusammen mit dem Designer Franco Sbarro arbeitete der Engineering- und Consulting-Dienstleister – die deutsche Tochter Atena Engineering hat ihren Sitz in München – mehr als ein Jahr an dem Konzept.

Eine Besonderheit ist das so genannte „Augmented Reality Display“: Es projiziert die mit vier Außenkameras aufgenommene Fahrzeugumgebung an die Frontscheibe und zeigt dem Fahrer, was um ihn herum passiert. Eine im Fahrzeug angeordnete Kamera analysiert die Iris im Auge des Fahrers und überwacht dessen Konzentrationszustand; damit sich bei ihm erst gar keine Müdigkeit einstellt, kann er die visuelle und akustische Atmosphäre entsprechend seiner momentanen Stimmung wählen.

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