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Wirtschaft Volkswagen beendet Rallye-Werksprojekt

Redakteur: Wolfgang Sievernich

Nach vier Jahren in der Rallye-Weltmeisterschaft hat Volkswagen sein Werksprojekt beendet. Die Mitarbeiter sollen weiterbeschäftigt werden; der Fokus liegt nun auf Kundensportprojekten.

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Nach vier Jahren in der Rallye-Weltmeisterschaft steigt Volkswagen aus. Der Abgasskandal und seine wirtschaftlichen Folgen beenden die Kostenstelle Werkssport.
Nach vier Jahren in der Rallye-Weltmeisterschaft steigt Volkswagen aus. Der Abgasskandal und seine wirtschaftlichen Folgen beenden die Kostenstelle Werkssport.
(Bild: Daniel Roeseler/VW)

Der Abgasskandal und die finanziellen Folgen haben ihr nächstes prominentes Opfer gefunden: Nachdem Audi letzte Woche das Werksengagement in der WEC und dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans beendete und seine Zukunft in der Formel E sieht, gibt die Konzernmutter Volkswagen das Rallyeprojekt zum Ende des Jahres auf. Vier Jahre lang besiegte der deutsche Hersteller die Konkurrenz von Citroen, Ford und Hyundai. Vier Weltmeistertitel der Fahrer- und Herstellerwertung gingen nach Wolfsburg. Was mit dem bereits weitgehend fertig entwickelten Rallyefahrzeug für die kommende Saison wird, ist noch unklar.

Beschäftigungsgarantie für Mitarbeiter

Die rund 200 Mitarbeiter dagegen sollen nicht nur weiterbeschäftigt werden, sondern entwickeln künftig für den Kundensport neue Projekte. Im kommenden Jahr soll die Motorsportabteilung auf Basis der kommenden Polo-Generation ein Rallyefahrzeug der R5-Kategorie bauen; ab 2018 seien die ersten Wagen für Kunden erhältlich. Fortgeführt wird auch das Kundenprojekt des Golf GTI TCR für die Rundstrecke und das Rallycross-Projekt mit dem Beetle in der US-amerikanischen Global-Rallycross-Serie.

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