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Motorsport Engineering Volkswagen geht mit Jetta auf Rekordjagd

| Autor / Redakteur: ampnet/hrr / Jens Scheiner

VW geht in den USA mit einem Jetta auf Rekordjagd. Das speziell vorbereitete, aber seriennahe Fahrzeug soll zwischen dem 11. und 17. August auf dem Bonneville-Salzsee in Utah die bisherige Bestmarke für die Klasse BGC/G der Southern California Timing Association brechen.

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Mit einem speziell umgebauten Jetta will Volkswagen auf dem Bonneville-Salzsee bei Wendover im Bundesstaat Utah den Geschwindigkeitsweltrekord in seiner Klasse holen.
Mit einem speziell umgebauten Jetta will Volkswagen auf dem Bonneville-Salzsee bei Wendover im Bundesstaat Utah den Geschwindigkeitsweltrekord in seiner Klasse holen.
(Bild: VW)

In einen wahren Geschwindigkeitsrausch scheint sich derzeit Volkswagen in den USA zu steigern. Kaum dass der Franzose Romain Dumas am 24. Juni beim berühmten „Pikes Peak International Hill Climb“-Bergrennen im US-Bundesstaat Colorado die bisherigen Bestmarken sowohl für Elektrofahrzeuge als auch für solche mit konventioneller Antriebstechnik pulverisiert hat, stellen sich die VW-Amerikaner nun vom 11. bis zum 17. August der nächsten Herausforderung. Mit einem frisierten Jetta der jüngsten Generation wollen sie sich auf dem Bonneville-Salzsee bei Wendover im Bundesstaat Utah den Geschwindigkeitsweltrekord in seiner Klasse holen.

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Erfolgreichste Export-Limousine

Mit mehr als 17,5 Millionen seit 1979 produzierten Exemplaren der Jetta-Baureihe, wovon 3,2 Millionen in die Vereinigten Staaten gingen, zählt das Auto zu den erfolgreichsten Export-Limousinen der Wolfsburger. Ursprünglich als Stufenheckvariante des Golf entworfen, wuchs das Modell über die Jahre zu einer eigenständigen Fahrzeugreihe und zum Kassenschlager in den USA heran. Anfang des Jahres präsentierte Volkswagen auf der Detroit Motorshow bereits die siebte Generation des Erfolgsmodells.

Das Auto wird in seiner Zivilversion von einem 1,4 Liter großen, turbogeladenen Vier-Zylinder-Benzinmotor angetrieben, der 110 kW/150 PS leistet und locker für ein Tempo über 200 km/h gut sein müsste. Doch über Letzteres schweigen sich die Amis aus.

Der Jetta, der vom Bonneville-Vorbereitungsexperten THR Manufacturing in Ventura, Kalifornien, einer Spezialbehandlung unterzogen wurde, soll den bestehenden Klassenrekord von 335,5 km/h übertreffen. Dafür sind nicht nur Eingriffe in die Motorentechnik verantwortlich, sondern auch die neue Aerodynamik des Wagens mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,27 cw. Bei dem Rekordversuch geht es darum, eine Meile (1,6 Kilometer) in beide Richtungen so schnell wie möglich hinter sich zu bringen.

Kompletter Umbau

Um auf salzigem Untergrund auf hohes Tempo zu beschleunigen, musste sich der Bonneville-Jetta eine Reihe von Veränderungen gefallen lassen. Er wurde tiefer gelegt und bekam spezielle Reifen und Räder sowie ein Sperrdifferenzial zur besseren Traktion. Der Innenraum verlor sämtlichen Komfort und enthält stattdessen eine vollständige Sicherheitsausrüstung samt Überrollkäfig, Rennsitz, Spezial-Sicherheitsgurten und Feuerlöschsystemen. Zur Unterstützung der Entschleunigung erhielt das Auto am Heck zwei Bremsfallschirme.

Für das Erscheinungsbild des Bonneville-Jetta war das Southern California Design Center von Volkswagen verantwortlich. „Wir wollten die sportliche Natur des Autos betonen und dem Fahrzeug ein Design verpassen, das es auffällig aus der unirdischen Umgebung der Bonneville Salt Flats heraushebt“, sagt Reto Brun, Direktor der dortigen VW-Designschmiede.

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Neuland betritt VW in Bonneville keineswegs. Bereits vor drei Jahren stellte beim traditionellen „World of Speed“-Event ein speziell getunter Volkswagen Beetle einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf. Der Beetle LSR (Land Speed Record) mit einem 2,0-Liter-Turbo-Direkteinspritzer (TSI) erreichte über die Distanz von einer Meile mit 328,195 km/h (205,122 mph) die schnellste, jemals für einen Beetle dokumentierte Geschwindigkeit. Dafür wurde die Motorleistung des 2,0-Liter-TSI unter anderem mit neuem Turbolader, anderen Kolben, Nockenwellen, Pleuel und Zylinderkopf-Modifikationen auf 405 kW/550 PS gesteigert und das maximale Drehmoment auf 571 Newtonmeter angehoben.

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