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Gewinnmeldung Volkswagen mit Plus im Startquartal

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Baeuchle

Der Automobilhersteller hat seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern weiter erhöht. Er kletterte von Januar bis März gegenüber dem Vorjahresquartal um 22 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro.

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Der Konzernumsatz im Auftaktquartal verbesserte sich dem starken Euro zum Trotz um knapp 3 Prozent auf 47,8 Milliarden Euro.
Der Konzernumsatz im Auftaktquartal verbesserte sich dem starken Euro zum Trotz um knapp 3 Prozent auf 47,8 Milliarden Euro.
(Foto: VW)

Volkswagen hat einen guten Start ins Jahr erwischt. In den ersten drei Monaten steigerte der Konzern seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal um 22 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, wie die Wolfsburger am Dienstag mitteilten. Hinzu kommen anteilig noch 1,24 Milliarden Euro (plus 7 Prozent) aus den wichtigen chinesischen Gemeinschaftsunternehmen, die VW getrennt in der Bilanz ausweist.

Unter den einzelnen Marken ist das Bild gemischt: Bei der zentralen Pkw-Marke mit dem VW-Logo geht das Ergebnis zurück. Die spanische Tochter Seat steckt weiter in roten Zahlen. Die Renditeperlen Audi und Porsche aber bügeln dies mehr als aus und katapultieren die Wolfsburger zu neuen Bestmarken.

Das kräftige Ebit-Plus liegt auch an Rückstellungen aus dem Vorjahr: Damals hatte das Geschäft mit Nutzfahrzeugen und die Kraftwerkssparte von MAN über 300 Millionen Euro weniger zum Gewinn beigetragen.

Der Konzernumsatz im Auftaktquartal verbesserte sich dem starken Euro zum Trotz um knapp 3 Prozent auf 47,8 Milliarden Euro. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 2,4 Milliarden Euro (plus 18 Prozent).

Trotz des Wachstums mahnte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch aufs Neue zur Vorsicht. Die konjunkturelle Lage bleibe angespannt. Er forderte „Kostendisziplin“, eine nötige „Fokussierung auf unsere Renditeziele“ und „gesteigerte Profitabilität in allen Regionen“.

Während der Konzern vor allem in Nord- und Südamerika mit rückläufigen Absatzzahlen zu kämpfen hat, ist Volkswagen für Europa wieder optimistischer. „Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben sich die Rahmenbedingungen verbessert und es ist eine positive Tendenz sichtbar“, sagte VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler im Rahmen einer Telefonkonferenz. Zwar hätten die Märkte noch nicht das Niveau von 2007, aber sie seien auf dem Weg der Erholung. „Immer mehr Kunden kommen zurück und kaufen.“

Gerade über die größeren europäischen Märkte äußerte sich der VW-Vorstand positiv. „Wir sind zuversichtlich für Europa.“ Sowohl in Deutschland als auch in Spanien seien positive Tendenzen zu spüren. Auch für Italien ist Klingler eher optimistisch gestimmt. Die einzigen negativen Aspekte würden derzeit aus Osteuropa mit der Krise in der Ukraine kommen.

Doch während sich die Rahmenbedingungen bessern, bleiben die Preise weiter unter Druck. „In Europa hält der harte Wettbewerb an“, so Klingler. Zudem hat er für den US-Markt aufgrund steigender Incentives erste Anzeichen einer Überhitzung erkannt.

Unklar ist noch, ob VW die Komplettübernahme der Lkw-Tochter Scania glückte. Nach dem Ablauf der Angebotsfrist vergangenen Freitag will sich der Konzern diese Woche äußern, ob die Offerte Erfolg hat. Zuletzt hatte sich eine Zitterpartie abgezeichnet, nachdem einige Scania-Aktionärsgruppen das Angebot abgelehnt hatten. Am Dienstag sagte Pötsch, dass die Banken derzeit noch auszählten und das Ergebnis offenbar „in Kürze vorliegen“ dürfte.

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