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Personalien Volkswagen ordnet Führungsstruktur neu

| Redakteur: Thomas Günnel

Der Aufsichtsrat der Volkswagen AG hat am Freitag (25. September) in Wolfsburg eine neue Führungsstruktur von Konzern und Marken sowie der Region Nordamerika beschlossen.

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Volkswagen ordnet seine Führungsstruktur von Konzern und Marken sowie der Region Nordamerika neu.
Volkswagen ordnet seine Führungsstruktur von Konzern und Marken sowie der Region Nordamerika neu.
(Foto: Volkswagen)

Die Märkte USA, Mexiko und Kanada fasst das Unternehmen in der neu geschaffenen Region Nordamerika zusammen. Die Leitung der Region übernimmt zum 1. November als Konzernverantwortlicher Prof. Dr. Winfried Vahland, 58, bisher Vorstandsvorsitzender von Škoda. Er gehört in seiner neuen Funktion dem Volkswagen Markenvorstand an. Die Nachfolge von Prof. Vahland als Vorstandsvorsitzender von Škoda übernimmt Bernhard Maier, 55, bislang Vorstand für Vertrieb und Marketing der Porsche AG. Michael Horn, 52, bleibt Präsident und CEO der Volkswagen Group of America.

Christian Klingler verlässt VW

Der Vertrag mit Francisco Javier Garcia Sanz, 58, Konzernvorstand für den Geschäftsbereich Beschaffung, wurde um fünf Jahre verlängert. Christian Klingler, 47, Mitglied des Vorstands der Volkswagen-Aktiengesellschaft für Vertrieb und Marketing sowie Markenvorstand Volkswagen für Vertrieb und Marketing, verlässt das Unternehmen im Zuge einer langfristig geplanten Strukturänderung und aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die Geschäftsstrategie mit sofortiger Wirkung. Dies stehe nicht im Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen. Der neue Vorstandsvorsitzende Matthias Müller leitet das Vertriebsressort auf Konzernebene bis auf Weiteres kommissarisch. Die Funktion von Klingler als Markenvorstand Volkswagen übernimmt Jürgen Stackmann, 54, bislang Vorsitzender des Vorstands von Seat. Dort folgt ihm Luca de Meo, 48, nach, zurzeit Mitglied des Vorstands für Marketing und Vertrieb der Audi AG. Diese personellen Veränderungen werden ab 1. Oktober umgesetzt.

Marken und Regionen straffen

Bestehende Gremien, Strukturen und Abläufe will Volkswagen auf Konzernebene straffen, insbesondere durch Aufwertung der Marken und der regionalen Eigenverantwortung. Die Marke Volkswagen erhält dazu eine Führungsstruktur mit vier Regionen, jeweils vor Ort gesteuert von einem CEO mit direkter Berichtslinie an den Vorstandsvorsitzenden der Marke, Herbert Diess.

Konzernvorstand verkleinern

Das Produktionsressort im Konzernvorstand, zurzeit kommissarisch geleitet von Thomas Ulbrich, entfällt mit sofortiger Wirkung. Das ist eine Konsequenz aus der Verlagerung von Verantwortung in die Marken und Regionen. Der geschäftsführende Aufsichtsratsvorsitzende Berthold Huber sagt: „Wir fahren die Komplexität im Konzern zurück. Wir haben bereits in den vergangenen Wochen wichtige Schritte unternommen, etwa die Trennung von Konzern- und Markenfunktionen.“ Die Entwicklungen der vergangenen Tage hätten die Dringlichkeit des Vorhabens bestätigt, daher „werden wir keine Zeit verlieren. Das neue Führungsmodell wird Anfang 2016 umgesetzt.“

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