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Produktion Volkswagen startet Fahrzeugfertigung in Kenia

| Redakteur: Christian Otto

Der OEM will vor Ort den schon in anderen Teilen Afrikas erfolgreichen Polo Vivo produzieren. Auch ein Trainingscenter zur Schulung des dortigen Personals ist geplant.

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Thomas Schäfer, Managing Director von Volkswagen South Africa, vertrat die Marke bei der Vertragsunterzeichnung mit der kenianischen Regierung.
Thomas Schäfer, Managing Director von Volkswagen South Africa, vertrat die Marke bei der Vertragsunterzeichnung mit der kenianischen Regierung.
(Bild: Volkswagen)

Volkswagen treibt seine weltweite Regionalisierungsstrategie voran. So plant die Marke, Ende 2016 die CKD-Produktion des Polo Vivo in Kenia aufzunehmen. Hierzu haben der OEM und die Kenianische Regierung heute (8. September) in Nairobi einen Vertrag unterzeichnet. Die Marke Volkswagen sieht hier einen wichtigen Schritt zur weiteren Erschließung neuer Chancenmärkte.

Mit einer lokalen Produktion des Polo Vivo im kenianischen Thika nahe Nairobi weitet Volkswagen sein Engagement in Afrika aus. Das gemeinsame Projekt mit dem Importeur DT Dobie wird die dritte Produktionsstätte von Volkswagen in Afrika sein – neben dem Standort Südafrika und einer lokalen Fertigung in Nigeria. Ab 2017 sollen im Werk von Kenya Vehicle Manufacturers (KVM) bis zu 5.000 Einheiten des Polo Vivo pro Jahr gefertigt werden.

Trainingscenter geplant

„Wir bringen den erfolgreichen Polo Vivo aus Südafrika nach Kenia, um das enorme Wachstumspotenzial des afrikanischen Automobilmarktes zu nutzen und an dessen positiver Entwicklung teilzuhaben. Der Kleinwagen ist der meist verkaufte Pkw in der Sub-Sahara-Region – und damit ein ideales Einstiegsmodell für den vielversprechenden kenianischen Markt", unterstrich Thomas Schäfer, Managing Director von Volkswagen Südafrika, bei der Unterzeichnung der Vereinbarung.

Neben der Fertigung des Polo Vivo planen die Wolfsburger auch ein Trainingscenter, um die Fertigungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter vor Ort zu schulen und weiter zu qualifizieren. Das Center soll zunächst auf die Bedürfnisse des Produktionsteams von Volkswagen ausgelegt sein. Später könnten dort junge Menschen grundsätzlich qualifiziert werden.

Käferproduktion in den 60er Jahren

Kenia nimmt laut VW eine herausragende Stellung innerhalb der ostafrikanischen Region ein und verfügt mit einem BIP von rund 63 Milliarden US-Dollar über die leistungsfähigste Volkswirtschaft in der East African Community (EAC). Der ostafrikanische Staat ist zudem ein wichtiges Transitland für Handel in der gesamten Region.

Volkswagen blickt zudem in Kenia auf eine gemeinsame Historie zurück: Bereits in den 1960ern hat der Hersteller dort den Käfer montiert. Mit dem Polo Vivo kehrt die Marke jetzt mit einem ersten Modell zurück. Bei einer positiven Entwicklung des Neuwagenmarktes soll zudem die lokale Fertigung weiterer Volkswagen Modelle geprüft werden.

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