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Volkswagen AG Volkswagen strukturiert Konzern um

| Redakteur: Thomas Günnel

Volkswagen strukturiert sein Management um: Der Aufsichtsrat des Unternehmens stimmte am Samstag (2. Juni) den geplanten Maßnahmen zu. Im Rahmen des Umbaus schafft Volkswagen unter anderem ein neues Ressort für die Region China.

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Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, mit Hans Dieter Pötsch (links), Mitglied des Vorstandes der Volkswagen AG, Geschäftsbereich ’Finanzen und Controlling’, und Stephan Grühsem, Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG, Geschäftsbereich ’Konzernkommunikation’ während der Pressekonferenz zur strukturellen und personellen Neuaufstellung des Konzerns.
Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, mit Hans Dieter Pötsch (links), Mitglied des Vorstandes der Volkswagen AG, Geschäftsbereich ’Finanzen und Controlling’, und Stephan Grühsem, Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG, Geschäftsbereich ’Konzernkommunikation’ während der Pressekonferenz zur strukturellen und personellen Neuaufstellung des Konzerns.
( Volkswagen)

Auf Konzernebene schafft Volkswagen das neue Vorstandsressort „China“. In der Region hat der Konzern im Geschäftsjahr 2011 rund 2,3 Mio. Fahrzeuge verkauft und ein anteiliges Operatives Ergebnis von 2,6 Mrd. Euro verbucht. Die Verantwortung für das neu geschaffene Ressort übernimmt Prof. Dr. Jochem Heizmann, bisher Konzernvorstand für Nutzfahrzeuge.

Das Nutzfahrzeuggeschäft erfährt ebenfalls eine Ausgestaltung: Unter der Führung von Leif Östling sollen die Marken MAN, Scania und Volkswagen Nutzfahrzeuge enger zusammenarbeiten. In diesem Zusammenhang wird die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge innerhalb des Konzerns zukünftig dem Geschäftsbereich Nutzfahrzeuge zugeordnet. Leif Östling, bis zum 31. August Vorstandsvorsitzender von Scania, wird in seiner neuen Funktion von einem Team aus Managern von MAN, Scania, und Volkswagen unterstützt.

  • Neben den Maßnahmen auf Konzernebene stehen auch auf Markenebene zahlreiche Veränderungen an:
  • Dr. Georg Pachta-Reyhofen, Sprecher des Vorstandes der MAN SE, übernimmt als Mitglied der Volkswagen Konzernleitung zusätzliche Aufgaben: Er koordiniert das Industriegeschäft mit Motoren konzernweit. Sprecher des Vorstands der MAN Truck & Bus AG wird Anders Nielsen, bislang „Head of Production and Logistics“ im Scania-Vorstand. Den Vorstandsvorsitz bei Scania übernimmt Martin Lundstedt, der im Scania-Vorstand derzeit als „Head of Franchise and Factory Sales“ tätig ist.
  • Sprecher des Markenvorstands bei Volkswagen Nutzfahrzeuge und in Personalunion verantwortlich für die technische Entwicklung in Hannover wird Dr. Eckhard Scholz, bislang Entwicklungsvorstand bei Škoda.
  • Neuer Entwicklungsvorstand bei Škoda wird Dr. Frank Welsch, zurzeit Leiter Aufbauentwicklung der Marke Volkswagen.
  • Dr. Wolfgang Schreiber, bislang Sprecher des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge wird „Chairman and Chief Executive Officer“ bei Bentley Motors in Crewe und Vorsitzender der Geschäftsführung bei Bugatti.
  • Wolfgang Dürheimer, Geschäftsführer bei Bentley und Bugatti, wechselt zu Audi nach Ingolstadt und übernimmt dort die Verantwortung für das Vorstandsressort „Technische Entwicklung“. Gleichzeitig wird Luca de Meo Mitglied des Vorstandes von Audi für Marketing und Vertrieb. Er war bisher Leiter Marketing Volkswagen Konzern und Marke Volkswagen.
  • Dr. Bernd Martens, derzeit im Volkswagen-Konzern im Einkauf für neue Produktanläufe zuständig, übernimmt bei Audi das Vorstandsressort „Beschaffung“.

Diese und weitere personelle Veränderungen werden im Wesentlichen mit Wirkung zum 1. September 2012 umgesetzt.

Führungskräfte aus den eigenen Reihen

Bei dem personellen Umbau auf Vorstandsebene greift der Automobilhersteller vollständig auf Führungskräfte aus den eigenen Reihen zurück, davon drei weibliche Top-Managerinnen auf Markenvorstands-Ebene.

Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, beurteilte die anstehenden Veränderungen: „Unser Unternehmen ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und internationaler geworden. Mit dem grundlegenden Umbau geben wir die richtige Antwort auf die gestiegenen Anforderungen. Gleichzeitig schaffen wir so alle Voraussetzungen, um den Konzern und seine Marken auch in einem schwierigeren Marktumfeld auf Erfolgskurs zu halten. Ich bin überzeugt: Der Volkswagen Konzern hat nun mehr denn je die richtigen Personen auf den richtigen Positionen, um die Strategie 2018 zum Erfolg zu führen.“ Zuvor hatte der Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung den geplanten Maßnahmen zugestimmt.

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