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Automotive Innovations Award 2013 Volkswagen und Mercedes bieten größten Kundennutzen

| Redakteur: Christian Otto

Der Automotive Innovations Award 2013 von CAM und PwC bestätigte die Innovationsstärke des Volkswagenkonzerns. Bei den Marken konnte sich allerdings Mercedes-Benz insbesondere aufgrund des Themas Sicherheit durchsetzen. Die erstmals vergebenen Zulieferer-Awards dominierte Bosch.

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v.l.n.r.: Prof. Stefan Bratzel, Direktor CAM (Center of Automotive Management), Dr. Hackenberg, Vorstand Technische Entwicklung Marke Volkswagen, und Felix Kuhnert, Pricewaterhouse Coopers (PwC).
v.l.n.r.: Prof. Stefan Bratzel, Direktor CAM (Center of Automotive Management), Dr. Hackenberg, Vorstand Technische Entwicklung Marke Volkswagen, und Felix Kuhnert, Pricewaterhouse Coopers (PwC).
(Foto: VW)

Die Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC) und das Center of Automotive Management (CAM) verliehen auch in diesem Jahr den Automotive Innovations Award. In der Kategorie „Innovationsstärkster Automobilkonzern“ konnte dabei der Volkswagen Konzern seine Spitzenposition vom letzten Jahr verteidigen. Die Wolfsburger überzeugten aus Sicht der Verantwortlichen von PwC und CAM durch die besonders hohe Zahl und die technologische Breite der Innovationen. Anders als fast alle anderen Konzerne habe sich das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr sogar nochmals gesteigert. Im Wettbewerb „Innovationsstärkste Marke“ setzt sich Mercedes-Benz durch, Audi verbessert sich stark und wird – nach einem achten Platz im Vorjahr – Zweiter vor dem Vorjahressieger BMW.

„Eine hohe Innovationskraft ist in Zeiten paradigmatischen Technologiewandels der Branche eine wichtige Erfolgs- und Überlebensbedingung“, erläutert Prof. Dr. Stefan Bratzel vom CAM und mahnte zugleich: „Dass die deutschen Hersteller, allen voran der Volkswagen Konzern, bei Innovationen weltweit führend sind, ist eine zentrale Grundlage für profitables Wachstums, auf der man sich jedoch nicht ausruhen sollte. Die derzeitige Technologiedynamik kann die Gewichte in kurzer Zeit wieder verschieben."

Innovationsdatenbank als Bemessungsgrundlage

Entscheidungsgrundlage für den Automotive Innovations Award ist eine Studie auf Basis der Innovationsdatenbank des CAM in Bergisch Gladbach. Im achten Jahr in Folge werden die fahrzeugtechnischen Innovationen von 18 globalen Automobilkonzernen mit 52 Marken systematisch erhoben und nach quantitativen und qualitativen Kriterien bewertet. Als Innovationen gelten Neuerungen, die einen spürbaren zusätzlichen Kundennutzen bieten. Außerdem müssen die Neuerungen bereits verfügbar oder zumindest in entwickelten Prototypen vorgestellt worden sein. Im Jahr 2012 gingen 791 Innovationen der Automobilhersteller in die Bewertung ein. Auf die deutschen Automobilhersteller (Konzern) entfielen dabei 39 Prozent aller Innovationen, gefolgt von den japanischen Herstellern mit 23 Prozent.

Daimler besonders stark bei Sicherheitssystemen

Die Studie zeigte auch einen deutlichen Anstieg des Engagements der Automobilhersteller in der Kategorie „Aktive/passive Sicherheitssysteme“: Mit insgesamt 209 Innovationen verzeichnet das CAM hier 30 Prozent mehr Neuheiten als im Vorjahr und mehr als vier Mal so viele wie im Jahr 2006, als man in dieser Kategorie gerade einmal 52 Innovationen insgesamt zählte.

Der Innovationspreis in dieser Kategorie geht 2013 an den Daimler-Konzern mit 26 Innovationen, die aufgrund ihrer Originalität im Durchschnitt mit jeweils 1,34 Indexpunkten bewertet wurden. Volkswagen kommt zwar auf 44 Innovationen, sie wurden jedoch im Durchschnitt deutlich niedriger bewertet, weil vielfach lediglich vorhandene Neuerungen auf andere Marken adaptiert wurden. Vor allem die Systemeinführungen in der neuen A-, E- sowie in der zukünftigen S-Klasse haben sich positiv auf das Ergebnis von Daimler ausgewirkt.

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