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Volkswagen und Tata kooperieren

| Autor/ Redakteur: Andreas Grimm / Thomas Günnel

Der Volkswagen-Konzern und Tata kooperieren. Für VW ist es ein neuer Versuch, sich Zugang zu den wachsenden Absatzmärkten in Asien zu verschaffen, Tata benötigt technische Unterstützung.

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Der Volkwagen-Konzern und Tata Motors Ltd. kooperieren. Im Bild (v.l.): Bernhard Maier, Vorstandsvorsitzender von Škoda Auto, Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und Günter Butschek, CEO und Managing Director von Tata Motors Ltd..
Der Volkwagen-Konzern und Tata Motors Ltd. kooperieren. Im Bild (v.l.): Bernhard Maier, Vorstandsvorsitzender von Škoda Auto, Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und Günter Butschek, CEO und Managing Director von Tata Motors Ltd..
(Bild: Volkswagen)

Bereits auf dem Genfer Autosalon hatte es starke Hinweise auf eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Volkswagen-Konzern und Tata gegeben, nun hat der Wolfsburger Konzern die Kontakte bestätigt. Konzernchef Matthias Müller, Škoda-Chef Bernhard Maier und Tata-Motors-Boss Günther Buschek hätten eine Absichtserklärung unterzeichnet, um „die Möglichkeiten einer langfristigen und strategischen Zusammenarbeit in klar definierten Bereichen“ auszuloten. Mit der Unterzeichnung des „Memorandum of Understanding" prüfen beide Seiten die Möglichkeiten einer strategischen Partnerschaft in Indien. Dabei könne die Kooperation von der Entwicklung von gemeinsamen Fahrzeugkomponenten bis hin zu möglichen Fahrzeugkonzepten reichen, heißt es in einer VW-Mitteilung vom Freitag (10. März). Innerhalb des Konzerns ist Škoda für die Projektleitung zuständig.

Die konkrete Ausgestaltung der Zusammenarbeit zwischen dem Volkswagen-Konzern und Tata Motors soll detailliert in den kommenden Monaten geprüft und erarbeitet werden, heißt es. Die beteiligten Parteien haben Stillschweigen vereinbart, bis die endgültigen Ergebnisse vorliegen. Volkswagen hatte vor einigen Jahren schon einmal versucht, eine Partnerschaft in Asien aufzubauen – mit Suzuki. Diese Verbindung endete allerdings in einem erbitterten Streit. Die jetzt angedachte Zusammenarbeit sei langfristig angelegt, heißt es vom VW-Konzern. Man wolle gemeinsam „konzern- und markenübergreifend die Voraussetzungen schaffen, um kundenadäquate Mobilitätslösungen auch für die neuen, schnell wachsenden Automobilmärkte anbieten zu können“. Dem VW-Konzern fehlen nach der gescheiterten Kooperation mit Suzuki noch immer günstige Fahrzeuge für die asiatischen Schwellenländer, Tata hat Nachholbedarf an technischem Know-how.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«