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Fußball Volkswagen unterstützt das „Recht auf Spiel“

| Redakteur: Claus-Peter Köth

Mit dem Programm „A chance to play“ erreicht Volkswagen anlässlich der Fußball-WM in Brasilien rund 60.000 Kinder und Jugendliche. Insgesamt werden 14 soziale Projekte im Umfeld der vier Werke von Volkswagen do Brasil unterstützt.

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Mit dem Programm „A chance to play“ unterstützt Volkswagen anlässlich der Fußball-WM in Brasilien rund 60.000 Kinder und Jugendliche und 14 soziale Projekte im Umfeld der vier Werke von Volkswagen do Brasil.
Mit dem Programm „A chance to play“ unterstützt Volkswagen anlässlich der Fußball-WM in Brasilien rund 60.000 Kinder und Jugendliche und 14 soziale Projekte im Umfeld der vier Werke von Volkswagen do Brasil.
(Foto: Volkswagen)

Soziales Engagement und Fußball verbindet erfolgreich das Hilfsprojekt „A chance to play“, initiiert vom Volkswagen-Betriebsrat und „terres des hommes“. Nach dem erfolgreichen Start anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika (2010) wurde 2011 der Grundstein für eine Weiterführung in Brasilien gelegt. Im Januar 2013 startete das Projekt im Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Das mit Hilfe der Volkswagen-Belegschaft entstandene Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, den Fußballnachwuchs in Brasilien zu fördern und benachteiligten Kindern und Jugendlichen zugleich Entwicklungsperspektiven zu eröffnen. Spezielle Lern- und Ausbildungsprogramme für Kinder und Jugendliche wurden hierzu ins Leben gerufen. Dabei kooperiert Volkswagen zum Beispiel mit der „Stiftung Fußball und Entwicklung“. Sie koordiniert in Südamerika das breite Netz des Straßenfußballs und versteht den Fußball nicht nur als motivierende sportliche Aktivität, sondern auch als pädagogisches Werkzeug.

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„A chance to play"

Im Rahmen des Programms „A chance to play" wurden außerdem 95 gemeinnützige Organisationen unterstützt und 840 Erzieher mit Hilfe der Volkswagen-Stiftung und des Cenpec (Centre for Studies and Research in Education, Culture and Community Action) ausgebildet. „Diese Ausbildung sensibilisiert die Teilnehmer bezüglich des ,Rechts zum Spielen‘ und stellt den Nutzen erzieherischer Spiele zur Förderung des staatsbürgerlichen Bewusstseins und einer Kultur des Friedens in den Mittelpunkt“, erklärt Beat „Tuto“ Wehrle, Koordinator des Programms. Der gebürtige Schweizer arbeitet seit mehr als 22 Jahren für Hilfsorganisationen in Brasilien. Davon hat er einige Jahre sogar direkt in den Favelas gewohnt.

Seit 2012 ist Wehrle für das Kinderhilfswerk „terre des hommes“ Projektkoordinator von „A chance to play“ in brasilianischen Armenvierteln.„Durch die Projekte wurden offene, sichere Räume geschaffen, in denen Kinder und Jugendliche ihr Recht zum Spielen und Toben wahrnehmen können. Beim Spielen lernen sie zu leben, sich etwas zuzutrauen und sich etwas vorzustellen. Dadurch entwickeln sie neue Beziehungen, lernen miteinander zu reden sowie den respektvollen und toleranten Umgang miteinander“, ergänzt Wehrle.

Projekt Straßenfußball

Straßenfußball (Futebol de Rua) ist eines der Projekte, das von „A chance to play“ in der Nähe der vier Werke von Volkswagen do Brasil sowie an acht Standorten in den Vororten von São Paulo und in den Elendsvierteln Heliópolis und Capão Redondo ins Leben gerufen wurde. Beim „Futebol de Rua“ wird der Sport als ein Element für die Erziehung, Vermittlung gesellschaftlicher Werte und den sozialen Wandel eingesetzt, das es den Kindern und Jugendlichen ermöglicht, über ihre Aktivitäten selbst zu bestimmen. Die Regeln sind unterschiedlich, je nach der Situation und den Bedürfnissen des Umfelds, in dem der Straßenfußball gespielt wird, aber ein paar Grundregeln müssen befolgt werden. Im Rahmen dieser Methodik ist das Fußballspiel in drei Phasen unterteilt. In der ersten Phase diskutieren die Teilnehmer die Spielregeln, welche gesellschaftliche Werte wie den Respekt gegenüber den Spielern der gegnerischen Mannschaft beinhalten müssen, sowie die Punktevergabe.

Die zweite Phase ist das Fußballspiel selbst. Die letzte Phase ist die Besprechung des Spiels, dessen Ergebnis nicht allein auf der Anzahl der geschossenen Tore beruht, sondern auch auf der Einhaltung der in der ersten Phase festgelegten Regeln. In dieser Phase bewerten die beiden Mannschaften, wie gut die anfangs festgelegten Regeln eingehalten wurden, und alle Teilnehmer können sich dazu äußern, wie sie sich während des Spiels gefühlt haben, was den Respekt, die Solidarität, Kooperation und Fairness (jogo limpo = sauberes Spiel) angeht.

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