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Mercedes SLK 55 AMG Vollblut-Roadster im Sparmodus

| Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Der SLK ist in der Version von AMG nicht nur ein bärenstarker Roadster der Spitzenklasse. Er markiert auch die Rückkehr von Mercedes zu einer alten Spar-Technik, die wieder groß in Mode zu kommen scheint.

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Wer einen echten Roadster mit viel Leistung haben will, hat nicht gerade die Qual der Wahl. Wer sogar meint, unter der Motorhaube müssten unbedingt acht Zylinder arbeiten, hat gar keine. Denn dann kann man nur zum neuen, ab Januar erhältlichen Mercedes SLK 55 von AMG greifen.

Mit 310 kW/422 PS und Preisen ab 72.590 Euro markiert der Zweisitzer auch in anderen Kategorien die Spitze des Segments. Dabei ist dieser Roadster aber kein Rowdy, sondern tief in seinem Herzen eigentlich ein Öko. Oder wie lässt es sich sonst erklären, dass der Sauger im Normalbetrieb gerne mal nur die Hälfte seines Antriebs arbeiten lässt?

Alte Technik, neu belebt

Das Zauberwort heißt „Zylinderabschaltung“: Geschuldet ist dieses Technikfeature des SLK 55 natürlich den heutigen Herausforderungen an Verbrauch und CO2-Ausstoß. Auch die vier meist im Teillastbereich in die Pause geschickten Zylinder tragen ihren Teil dazu bei, dass sich der Zweisitzer mit einen Normverbrauch von 8,4 Litern begnügt.

Allerdings funktioniert die Zylinderabschaltung nur im Eco-Modus „C“. Wer das Fahrprogramm „S“ für Sport oder „M“ für Manuell wählt, befindet sich in den besonders fahrdynamischen Modi, wo es stets mit acht Zylindern und immer ohne Start-Stopp zur Sache geht. Und auch wer offen fährt, hat bis auf wenige Ausnahmen im reinen Schubbetrieb meist alle acht Zylinder zur Verfügung. Denn AMG geht davon aus, dass man gerade dann den heute so selten gewordenen Klang der acht Töpfe genießen will.

Neu ist die Idee der Teilzeitarbeit übrigens nicht, so gab es eine Zylinderabschaltung auch schon vor über zehn Jahren in der S-Klasse, aber erst die modernen Direkteinspritzer machen eine wirklich komfortable, für den Fahrer tatsächlich nicht spürbare Ab- und Zuschaltung möglich.

Bärenstarke Fahrmaschine

Optisch macht de SLK AMG natürlich nicht auf Sparer, sondern auf Hingucker. Schürzen, Spoiler und große Lufteinlässe an Front, Heck und Seite machen klar, dass hier kein normaler SLK steht. Und der kernige Sound des V8 unterstreicht den optischen Auftritt akustisch.

Denn der Roadster ist bei allen Sparanstrengungen immer noch vor allem eine Fahrmaschine. Aus diesem Grund gibt es auch wieder das sogenannte „Drivers Package“. Mit ihm wird gegen 3.213 Euro Aufpreis die Höchstgeschwindigkeit von 250 auf 280 km/h heraufgesetzt, und ein Fahrertraining gibt es obendrauf.

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