Marketing-Aktion Voltswagen: Aprilscherz – im März

Autor: Thomas Günnel

Nach Spekulationen hatte es Volkswagen auf seiner US-Seite bestätigt – und einen Tag später dementiert. Die US-Einheit wird nicht in „Voltswagen“ umbenannt.

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Volkswagens Plan, die US-Einheit in „Voltswagen“ umzubenennen war nur eine Marketingaktion „im Geiste des 1. April“.
Volkswagens Plan, die US-Einheit in „Voltswagen“ umzubenennen war nur eine Marketingaktion „im Geiste des 1. April“.
(Bild: Volkswagen)

Volkswagen benennt seine US-Einheit nicht in Voltswagen um. Das hat das Unternehmen in einem Statement mitgeteilt. Gegenüber der deutschen Presseagentur bezeichnete ein Sprecher in den USA die vermeintliche Umbenennung „als Ankündigung im Geiste des 1. April“. Außerdem sei es unter anderem darum gegangen, den Marktstart des ID 4 in den USA hervorzuheben.

Die in den USA entwickelte Kampagne sorgte bei einigen Medien für Ärger, weil Sprecher des Autoherstellers auf Nachfrage die geplante Umbenennung bestätigt hatten – nur um sie am nächsten Tag zu dementieren. „Der Associated Press wurde von Volkswagen wiederholt versichert, dass die US-Tochter eine Namensänderung plane. Jetzt wissen wir, dass sie falsch ist“, sagte Unternehmenssprecherin Lauren Easton. „Wir haben unsere Geschichte korrigiert und eine neue veröffentlicht, die auf dem Eingeständnis des Unternehmens basiert. Dies und jede absichtliche Veröffentlichung falscher Informationen schadet akkuratem Journalismus und dem öffentlichen Wohl.“

Was war da los?

Am Montag (29. März) hatte es Spekulationen gegeben, der Volkswagen können seinen Unternehmensnamen in den USA in „Voltswagen“ ändern.Journalisten des Nachrichtensenders CNBC hatten eine Pressemitteilung auf der US-Seite des Autoherstellers bemerkt, in der Volkswagen das Rebranding ankündigt – und die offenbar versehentlich kurzzeitig zu früh veröffentlicht wurde.

Volkswagen bestätigte Pläne auf Nachfrage

Einige Medien berichteten daraufhin wenn auch skeptisch über die Pläne; auch, weil Volkswagen entsprechende Nachfragen bestätigt hatte und am 30. März eine Pressemitteilung auf seiner US-Presseseite veröffentlicht hatte.

In der jüngeren Vergangenheit gab es zwei weitere Marketingaktionen des Herstellers, die ebenfalls vom Ablauf und Inhalt fragwürdig abliefen. Anfang dieses Jahres erschien eine Werbeanzeige für den ID 3 auf einer amerikanischen rechtskonservativen Webseite. Ein Fehler in einem Filterprogramm hatte laut Volkswagen dazu geführt. Im Jahr 2020 erntete Volkswagen Kritik für den Werbespot des Golf 8, in dem eine übergroße weiße Hand einen schwarzen Mann herumstößt.

Zurück zur aktuellen Kampagne: Ob der Ende 2019 von Volkswagen UK erstellte Twitter-Account namens „Voltswagen“ lediglich die Idee kreativer Mitarbeiter ist, bleibt offen.

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Redakteur/Fachjournalist, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE