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OEM Volvo steuert auf Rekordjahr zu

Redakteur: Julia Mauritz

Der schwedische Hersteller steuert mit 470.000 Neuzulassungen weltweit auf einen Absatzrekord zu. Laut Firmenchef Hakan Samuelsson ist das jedoch erst der Anfang.

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Volvo-Chef Hakan Samuelsson will 2020 weltweit 800.000 Neuwagen verkaufen.
Volvo-Chef Hakan Samuelsson will 2020 weltweit 800.000 Neuwagen verkaufen.
(Foto: Volvo)

Mit knapp 470.000 verkauften Neuwagen wird 2014 als verkaufsstärkstes Jahr in die Geschichte des schwedischen Unternehmen eingehen: Das verkündete Volvo-Chef Hakan Samuelsson anlässlich der Eröffnung der neuen Firmenzentrale von Volvo Car Germany in Köln-Deutz.

Wachstumsmotor ist in diesem Jahr vor allem das Geschäft in China: Dort rechnet die Geely-Tochter im Gesamtjahr mit einem Absatzplus von gut 30 Prozent auf 80.000 Einheiten. In Europa stellte Samuelsson ein Wachstum von gut zehn Prozent in Aussicht. Besonders stolz ist der Volvo-Manager darauf, dass es in beiden Märkten gelungen sei, stärker als die deutschen Premiumhersteller zu wachsen.

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Die USA bleiben hingegen weiter ein Sorgenkind: 2014 werde der Absatz erneut um sechs Prozent zurückgehen, sagte der Volvo-Chef auf der Veranstaltung. Mit einer neuen Führungsmannschaft soll dort 2015 der Umschwung gelingen. Geplant ist, die US-Neuzulassungen in den nächsten sechs Jahren von aktuell 60.000 auf 100.000 Einheiten zu steigern.

800.000 Neuwagen bis 2020

Sollte dieser Plan misslingen, könnte es in der Tat schwierig werden, die ehrgeizigen weltweiten Verkaufsziele zu erreichen, die sich Samuelsson bis zum Jahr 2020 gesetzt hat: Sie lauten: 800.000 Neuwagen und acht Prozent Umsatzrendite.

Deutschland – nach China, Schweden, den USA und England aktuell der fünftgrößte Absatzmarkt – misst der Volvo-Chef im Zuge der konsequenten Wachstumsstrategie seiner Marke eine besondere Bedeutung bei: „Wenn wir hier nicht zeigen können, dass wir eine lohnende Alternative zu den deutschen Premiummarken sind, klappt es nirgendwo“, unterstrich er. Dass er fest an einen Erfolg in Deutschland glaubt, belegen seine ehrgeizigen Vertriebsziele: Bis 2020 ist geplant, den Marktanteil hierzulande von aktuell 1,03 auf 2 Prozent glatt zu verdoppeln.

Getragen werden soll das Wachstum vor allem von der neuen Modellgeneration, die im Mai 2015 mit dem neuen XC 90 an den Start geht: „In vier Jahren wird der XC 90 unser ältestes Modell sein“, unterstrich Samuelsson. Insgesamt lässt sich der Hersteller seine neue Modellgeneration acht Milliarden US-Dollar kosten.

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