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Wirtschaft Volvo und Daimler gründen Joint Venture für Brennstoffzellensysteme

Autor: Jens Scheiner

Volvo und Daimler Truck wollen am Markt für Brennstoffzellensysteme mitmischen. Dafür haben die beiden Unternehmen ein Joint Venture gegründet und neben schweren Lkw weitere Anwendungsbereiche im Fokus.

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Die Volvo Group und Daimler Truck wollen bei der Brennstoffzellentechnologie küntig zusammenarbeiten und gründen dafür ein neues Joint Venture.
Die Volvo Group und Daimler Truck wollen bei der Brennstoffzellentechnologie küntig zusammenarbeiten und gründen dafür ein neues Joint Venture.
(Bild: Daimler Truck)

Die Volvo Group und Daimler Truck haben ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Ziel ist die serienreife Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellensystemen. Der Fokus liegt auf dem Einsatz in schweren Lkw, zusätzlich sollen die Systeme auch für andere Anwendungen angeboten werden.

Die Volvo Group wird 50 Prozent der Anteile an Daimler Truck Fuel Cell für die Summe von etwa 600 Millionen Euro erwerben. Somit verfügt jeder der beiden Partner über gleiche Anteile am Brennstoffzellen-Joint-Venture. Die Unternehmen bleiben in allen anderen Geschäftsfeldern wie der Fahrzeugtechnologie oder der Fahrzeugintegration von Brennstoffzellen weiterhin Wettbewerber. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2021 erwartet. Diese unterliegt noch der Fusionskontrolle durch die zuständigen Behörden und ist vorbehaltlich anderer Genehmigungen. In etwa drei Jahren wollen beide Unternehmen Brennstoffzellen-Lkw im Kundeneinsatz erproben. Die Serienproduktion planen sie für die zweite Hälfte des Jahrzehnts.

„Für uns bei der Daimler Truck AG und unseren künftigen Partner, die Volvo Group, ist die wasserstoffbasierte Brennstoffzelle eine Schlüsseltechnologie für den CO2-neutralen Transport der Zukunft“, so Martin Daum, Vorsitzender des Vorstands der Daimler Truck AG und Mitglied des Vorstands der Daimler AG.

Brennstoffzellensystem für stationäre Anwendungen

Für diese Art von Brennstoffzellensysteme bieten sich neben Lkw auch andere Anwendungsbereiche an. So wird das Joint Venture ein System mit mehreren Leistungsstufen entwickeln. Darunter wird auch ein Doppelsystem mit 300 kW Dauerleistung für schwere Fernverkehrs-Lkw sein.

Da der Einsatz in schweren Lkw sehr anspruchsvoll ist, eignen sich die Produkte des Joint Ventures auch für andere Anwendungsfälle wie die stationäre Stromerzeugung. Dafür haben Rolls-Royce und Daimler Truck dieses Jahr eine Absichtserklärung für eine Kooperation für die CO2-neutrale Notstromversorgung kritischer Einrichtungen wie Rechenzentren mit stationären Brennstoffzellengeneratoren unterzeichnet. Diese sollen emissionsfreie Alternativen zu Dieselmotoren bieten, die bislang als Notstromaggregate eingesetzt werden. Bis Ende des Jahres soll ein Kooperationsvertrag ausgearbeitet und unterzeichnet werden.

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 Jens Scheiner

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Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE