M&A-Transaktionen Vom Ladenhüter zum Kassenschlager

Autor / Redakteur: Benjamin Bierl, Jan Dannenberg / Sven Prawitz

Im Coronajahr 2020 gab es klassische Automobilzulieferer zum Sonderpreis. Dennoch blieb die Zahl der M&A-Transaktionen deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Eine Bilanz und ein Ausblick von Berylls.

Während der Coronakrise gingen die Verkäufe von Unternehmen zurück. Für 2021 werden aber wieder wachsende Investitionen erwartet.
Während der Coronakrise gingen die Verkäufe von Unternehmen zurück. Für 2021 werden aber wieder wachsende Investitionen erwartet.
(Bild: Vertrag unterschreiben / Sari Montag / CC BY-SA 2.0)

Das Coronajahr 2020 hat auch bei den Firmenübernahmen in der Automobilbranche im deutschsprachigen Raum deutliche Spuren hinterlassen. Das zeigt die jährliche Studie von Berylls Strategy Advisors zu den M&A-Transaktionen „Mobilitätsindustrie“. Die Anzahl ist gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent zurückgegangen und lag bei 226 Deals, gegenüber 293 im Jahr 2019.

In nahezu allen Dimensionen hat sich die Struktur der Transaktionen geändert. Das spiegelt die Einstellung von Käufern und Verkäufern im Krisenjahr sowie gegenüber der Automobilindustrie im Allgemeinen wider. Auf der Angebotsseite (Verkäufer) waren nur wenige bereit, das Unternehmen zu veräußern. Das sogenannte „Current trading“, also die Ergebnis- und Wachstumserwartungen waren im Jahr 2020 schlecht, sodass Verkäufer selbst für attraktive Unternehmen einen schlechten Kaufpreis erzielt hätten.