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Wirtschaft Vorab-Bilanz: Volkswagen steigert seinen Gewinn deutlich

Autor: Christoph Seyerlein

Mehr Absatz, mehr Umsatz, mehr Gewinn – und weniger Diesel-Lasten: Volkswagen konnte am Freitag bei der Vorlage seiner vorläufigen Zahlen für das Jahr 2019 glänzen. Nach dem Geschmack der Wolfsburger soll es nun genauso weitergehen.

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Volkswagenchef Herbert Diess fordert von den einzelnen Konzernmarken, enger zusammenzuarbeiten.
Volkswagenchef Herbert Diess fordert von den einzelnen Konzernmarken, enger zusammenzuarbeiten.
(Bild: Volkswagen)

Der Volkswagenkonzern hat am Freitag seine vorläufigen Bilanzzahlen für das Jahr 2019 vorgelegt – und dabei durchweg positive Werte präsentiert. Mit einem Absatz von knapp 10,96 Millionen Autos packte das Unternehmen im Vergleich zu 2018 0,5 Prozent drauf.

Noch deutlicher legte der Konzern allerdings bei den Finanzen zu. Der Umsatz wuchs um 7,1 Prozent auf 252,6 Milliarden Euro. Vor Sondereinflüssen erreichte Volkswagen ein operatives Ergebnis von knapp 19,3 Milliarden Euro (2018: 17,1 Milliarden). Das entspricht einer Umsatzrendite von 7,6 Prozent (2018: 7,3 %).

Belastet haben das Ergebnis auch 2019 die Dieselkrise und ihre finanziellen Folgen – allerdings weit weniger als noch im Jahr zuvor. Gut 2,3 Milliarden Euro musste Volkswagen 2019 infolge der Affäre aufwenden. Im Vorjahr waren es noch knapp 3,2 Milliarden Euro gewesen. Damit ergibt sich unter dem Strich vor Steuern ein operatives Ergebnis von fast 17 Milliarden Euro (2018: 13,9 Milliarden) und eine Rendite von 7,3 Prozent (2018: 6,6 %).

Erfreulich für Volkswagen: Im Automobilgeschäft konnten die Wolfsburger den Netto-Cashflow enorm steigern – nach -0,3 Milliarden Euro 2018 standen im vergangenen Jahr 10,8 Milliarden Euro zu Buche. Finanzvorstand Frank Witter kommentierte: „2019 haben wir mit unserem attraktiven Produktportfolio viele Kunden überzeugt und unsere Position in rückläufigen Gesamtmärkten erfolgreich ausgebaut.“

Optimistischer Ausblick

Freuen dürfen sich auch die Aktionäre. Der Vorstand schlug am Freitag eine Erhöhung der Dividende von 4,80 Euro auf 6,50 Euro je Stammaktie und von 4,86 Euro auf 6,56 Euro je Vorzugsaktie vor.

Auch 2020 will der Konzern weiter die Erfolgswelle reiten. Trotz negativer Prognosen peilt Volkswagen beim Absatz ähnliche Zahlen wie im abgelaufenen Jahr an. Die Umsatzerlöse wollen die Wolfsburger um bis zu vier Prozent steigern. Der Zielkorridor für die Rendite lautet 6,5 bis 7,5 Prozent. Einen Spaziergang erwartet der Autobauer dabei allerdings nicht: „Dieses Jahr gehen wir erneut von herausfordernden Marktbedingungen aus, so dass die Erreichung unserer anspruchsvollen Ziele ein Kraftakt für das gesamte Unternehmen wird“, so Witter.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«