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Leoni Vorleistungen drücken Leoni-Ergebnis

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Vorleistungen für Großaufträge haben beim Autozulieferer Leoni im ersten Quartal zu einem Gewinneinbruch geführt.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Vorleistungen für Großaufträge haben beim Autozulieferer Leoni im ersten Quartal zu einem Gewinneinbruch geführt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sei erwartungsgemäß um 47 Prozent auf 8,6 Millionen Euro gesunken, teilte der Kabel- und Bordnetzhersteller am Donnerstag, 06.05., in Nürnberg mit. Der Konzernumsatz sei dagegen trotz der anhaltenden Schwäche auf wichtigen Absatzmärkten um 3 Prozent auf 283,8 Millionen Euro gesteigert worden.

In den ersten drei Monaten seien vor allem Investitionen in neue Standorte in Rumänien und der Slowakei erforderlich gewesen, hieß es. Dort sollen im Laufe des Jahres die Kabelsatz-Produktionen für die neue A-Klasse von DaimlerChrysler sowie für den 1er und 3er BMW starten. Auf Grund der weiterhin hohen Vorleistungen im Bordnetzbereich sei auch im zweiten Quartal mit einem deutlich unter Vorjahr liegenden Ergebnis zu rechnen.

Erst ab dem dritten Quartal werde es ein leichtes Plus und im vierten Quartal dann eine deutliche Verbesserung geben. Der Umsatz verbesserte sich währungsbereinigt um rund 6 Prozent. Für das Gesamtjahr werde eine Umsatzsteigerung von rund 10 Prozent sowie ein Jahresüberschuss von mindestens 30 Millionen Euro erwartet, teilte die Leoni AG mit.

Bordnetz-Bereich behauptet sich

Der Unternehmensbereich Bordnetz-Systeme hat seinen Außenumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal (140,4 Millionen Euro) um knapp fünf Prozent auf 146,8 Millionen Euro gesteigert. Das Umsatzplus resultiert aus dem Start des neuen Opel Astra im Markt, den die Nürnberger aus der Ukraine mit Kabelsätzen beliefert. Das Quartalsergebnis lag mit 1,6 Millionen Euro im ersten Quartal 2004 im Rahmen der Erwartungen.

Das deutliche Minus beim Ergebnis von 80 Prozent (2003: 8,2 Mio. Euro) begründete Leoni mit Aufwendungen für den Aufbau der neuen osteuropäischen Standorte, wo im ersten Quartal Materiallager aufgebaut und massiv Mitarbeiter eingestellt worden seien.