Fahrbericht

VW E-Golf: 100 Prozent elektrisch

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Reichweite geringer als versprochen

Maximal 190 Kilometer Reichweite verspricht das Datenblatt des Elektro-Golf, doch in der Praxis dürfte der Bewegungsradius deutlich geringer sein. Zumal die Passagiere auf lieb gewonnen Dinge wie Heizung und Klimaanlage kaum verzichten mögen. Da hilft es auch wenig, immer im „B“-Modus zu fahren – in dieser Einstellung setzt die Rekuperation sofort ein, sobald das rechte Pedal losgelassen wird. Die Bremse wird damit fast überflüssig. Vorausschauende Fahrer können in der Tat weitgehend ohne ihre Betätigung auskommen, von Notfällen einmal abgesehen. Neben der spürbaren Verzögerung taucht die Nadel der linken Skala ins grüne Feld „Charge“ ein, was anzeigt, dass die zwischen den Achsen platzierte Lithium-Ionen-Batterie geladen wird.

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Acht bis zwölf Stunden für eine Ladung

An der heimischen Steckdose braucht eine komplette Ladung rund zwölf Stunden – mit einer leistungskräftigeren Wallbox geht es binnen acht Stunden. Wer sich den Luxus einer Schnellladestation gönnt, erzielt gar 80 Prozent des Ladevolumens innerhalb von 30 Minuten. Keine schlechte Sache, doch sind derartige Säulen in Deutschland bisher noch rar. Zwar sollen in den nächsten zwei Jahren 400 sogenannter CCS-Ladestationen installiert werden, weiß VW-Elektro-Experte Thomas Lieber, doch derzeit sind es weniger als zehn. Und wenn dem Golf der Saft ausgeht, helfen auch Gimmicks wie verschiedene Profile zum energiesparenden Fahren oder programmierbare Ladezeiten nur wenig.

Fahrerassistenz gegen Aufpreis

Wer über den Grundpreis hinaus noch etwas Budget übrig hat, kann sein elektrisch betriebenes Gefährt mit einer Vielzahl an Sonderausstattungen noch attraktiver machen. So muss man auf die üblichen Assistenzsysteme mitnichten verzichten und bekommt gegen 1.290 Euro Aufpreis gleich eine ganze Armada verschiedener Regelungssysteme, unter anderem den Aktivtempomat samt Notbremsfunktion, die einen drohenden Zusammenprall verhindert oder wenigstens abmildert. In dem Package enthalten sind zudem ein automatisch abblendender Innenspiegel, Regensensor und Spurhalte-Assistent.

Lade-Wallbox kostet 890 Euro extra

Die Wallbox für Hausbesitzer zum effektiven und zügigen Laden kostet inklusive Montage zusätzlich 890 Euro. Wichtige Nachricht außerdem für alle Käufer, die ihren Kompakten mit der weißen Weste gerne in einem anderen Farbton hätten: Gegen 530 Euro Aufpreis sind auch die klassischen Volkswagen-Lacke erhältlich. Das gut erkennbare Badge „E-Golf“ auf den Flanken und im Grill weist den Wolfsburger Stromer als echtes E-Mobil aus

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