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VW Passat CC VW entwickelt Passat CC zu eigener Baureihe

| Autor / Redakteur: SP-X/Andreas Grimm / Andreas Grimm, Andree Stachowski

Seit drei Jahren bietet der Autobauer erfolgreich den Passat CC an. Jetzt lösen die Wolfsburger die Fließhecklimousine vorsichtig aus der Passat-Welt heraus. Das Ziel ist definiert: eine neue Baureihe.

Volkswagen will die sportliche Passat-Variante CC zu einer eigenen Modellreihe entwickeln und stärker an die Oberklasse heranführen. Das kündigten Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg und VW-Designchef Klaus Bischoff im Gespräch mit dem Magazin „Auto Motor und Sport“ an. „Wir nennen ihn jetzt nur noch CC, um ihn stärker vom Passat zu differenzieren“, sagte Hackenberg dem Magazin.

Laut Hackenberg soll der neue CC eine Lücke im eigentlich bereits stark ausdifferenzierten VW-Modellsortiment schließen. „Wir brauchen eine Aufstiegsmöglichkeit für unsere Kunden. Der Passat ist ein starkes Flottenfahrzeug, der CC zielt vielmehr auf Privatkunden“, erläuterte Hackenberg. Und damit auf eine Klientel, für die der Sprung zum Phaeton zu groß ist - oder die sich vom Wolfsburger Flaggschiff nicht angesprochen fühlt.

Nische unterhalb der Oberklasse

Designchef Klaus Bischoff ist gedanklich bereits noch einen Schritt weiter. Aus seiner Sicht könnte der CC den Grundstein legen für eine eigene Baureihe, „die aus der Nische herauswächst und dann die Lücke zwischen Mittel- und Oberklasse bei Volkswagen schließt“, so Bischoff weiter. Das Bedürfnis nach einer betont eleganten Form lasse sich auf dem Neuwagenmarkt immer deutlicher erkennen. Derzeit besetzt neben den Passat CC vor allem Mercedes mit dem CLS seit 2004 diese Nische in der gehobenen Klasse.

VW hat den Passat CC seit 2008 im Programm. Erstmals seit langer Zeit hatten sich die Wolfsburger wieder getraut, eine elegante und zugleich sportliche Limousine in den Wettbewerb zu schicken. Der neue CC, der als viertüriges Coupé auf der Los Angeles Auto Show im November vorgestellt wird, geht dann Anfang des Jahres 2012 in den Verkauf. Der Basispreis beträgt hier bisher 30.575 Euro, für den überarbeiteten CC, der kein Passat mehr sein will, dürften die Preise bei allen Modellvarianten angehoben werden.

Preisanpassung nach oben

Der CC verfügt technisch über zahlreiche Neuigkeiten wie die serienmäßige Müdigkeitserkennung oder eine Klimaanlage mit Feuchtigkeitssensor im Innenspiegel, die die Belüftung so steuert, dass die Scheiben nicht beschlagen. Optisch ist das Fahrzeug lediglich an einer leicht veränderten Front- und Heckpartie zu erkennen. Bei den Motoren wird es dagegen kaum Veränderungen geben. Drei Benziner zwischen 118 kW/160 PS und 220 kW/300 PS stehen zur Wahl, die alle mit einer Bremsenergierückgewinnung ausgestattet sind. Bei den Dieseln stehen zwei Motorisierungen mit 103 kW/140 PS und 125 kW/170 PS zur Verfügung, dazu können DSG und Allrad gewählt werden.

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