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Brasilien VW investiert in brasilianisches Nutzfahrzeuggeschäft

| Redakteur: Christian Otto

VW Truck & Bus investiert trotz der Krise kräftig in Brasilien: Über 400 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in einen bestehenden brasilianischen Standort, Produkte und den Connectivity-Service fließen.

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Andreas Renschler, CEO von Volkswagen Truck & Bus (links), und Roberto Cortes, CEO von Volkswagen Caminhões e Ônibus hoffen auf das Wiedererstarken des brasilianischen Marktes.
Andreas Renschler, CEO von Volkswagen Truck & Bus (links), und Roberto Cortes, CEO von Volkswagen Caminhões e Ônibus hoffen auf das Wiedererstarken des brasilianischen Marktes.
(Bild: VW)

Volkswagen Caminhões e Ônibus, die brasilianische Nutzfahrzeugmarke von Volkswagen Truck & Bus, hat das größte Investitionspaket der Firmengeschichte beschlossen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen rund 420 Millionen Euro für die Erneuerung des Produktportfolios, die Modernisierung des Werks in Resende und die Entwicklung von Connectivity-Services ausgegeben werden.

Andreas Renschler, CEO von Volkswagen Truck & Bus und für Nutzfahrzeuge zuständiges Mitglied im Vorstand der Volkswagen AG, begründet die Investition: „Wir glauben – trotz der gegenwärtigen Marktsituation – an Brasilien als wichtigen Markt für Lkw und Busse. Brasilien war immer ein Kernmarkt für die deutsche Wirtschaft und wird es auch wieder sein. Ich bin zuversichtlich, dass die brasilianische Wirtschaft die Talsohle erreicht hat und sich in den nächsten Jahren wieder erholen wird. Und damit wir darauf vorbereitet sind, nehmen wir jetzt das Geld dafür in die Hand: für weiterhin hervorragende Produkte und eine moderne Produktion. Der gesamten Region Lateinamerika kommt in unserer Wachstumsstrategie eine große Bedeutung zu."

Langer Atem gefragt

Volkswagen Caminhões e Ônibus ist laut eigener Angaben 13 Jahre in Folge Marktführer beim Verkauf von Lkw in Brasilien. Im Werk Resende, einem modularen Produktionsverbund, arbeiten Mitarbeiter des Unternehmens und die Zulieferer nach Aussagen der Herstellers partnerschaftlich und arbeitsteilig zusammen. Das soll dabei helfen die derzeitige Krise zu überstehen und für einen erhofften Aufschwung bereit zu sein.

Andreas Renschler, der auch Vorsitzender des Lateinamerika-Ausschusses der deutschen Wirtschaft ist, und Roberto Cortes, CEO von Volkswagen Caminhões e Ônibus, trafen in Brasilia mit Staatspräsident Michel Temer zusammen, um ihn über die geplanten Investitionen zu informieren. Dabei betonte Renschler: „Deutsche Unternehmen denken langfristig. Vielleicht sind wir nicht die ersten, die in einen neuen Markt vorstoßen. Aber dort wo wir sind, haben wir auch in schwierigen Phasen einen langen Atem."

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