Abgasaffäre VW legt „Dieselgate“-Verfahren in zwei US-Staaten bei

Autor / Redakteur: dpa / Marie Lücke

In den US-Bundesstaaten New Hampshire und Montana hat es eine Einigung in Gerichtsverfahren zur Dieselaffäre gegeben. Volkswagen soll 280 Dollar pro betroffener Einheit zahlen.

Firmen zum Thema

VW hat das „Dieselgate“-Verfahren in New Hampshire und Montana mit moderaten Zahlungen beigelegt.
VW hat das „Dieselgate“-Verfahren in New Hampshire und Montana mit moderaten Zahlungen beigelegt.
(Bild: Volkswagen)

Volkswagen hat das „Dieselgate“-Verfahren in zwei US-Bundesstaaten mit moderaten Zahlungen beigelegt. In New Hampshire soll der Autobauer insgesamt 1,15 Millionen Dollar (umgerechnet rund 980.000 Euro) zahlen – jeweils 280 Dollar für die gut 4.000 betroffenen Fahrzeuge. In Montana laufen die 280 Dollar pro Fahrzeug auf eine Zahlung von gut 350.000 Dollar hinaus, wie das Unternehmen am Montag (27. September) mitteilte. Die Bundesstaaten hatten deutlich höhere Beträge gefordert.

Wolfsburg hat bereits Kosten von mehr als 30 Milliarden Euro wegen der Abgasaffäre verbucht – den größten Teil davon für Straf- und Kompensationszahlungen in den USA.

VW zieht vor oberstes Gericht der USA

Zugleich zog der Hersteller Ende August vor das oberste Gericht der USA, um eine juristische Niederlage gegen den Bundesstaat Ohio zu kippen, die womöglich zu weiteren Sanktionen wegen systematischer Abgastrickserei bei Dieselautos führen könnte.

Der Konzern ist grundsätzlich der Ansicht, dass die Ansprüche einzelner Bezirke und Bundesstaaten wie Ohio bereits durch die Strafen und Entschädigungen abgegolten seien, die der Konzern wegen Verstößen gegen das landesweite US-Luftreinhaltegesetz „Clean Air Act“ hatte zahlen müssen.

(ID:47698063)