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Nachwachsende Rohstoffe VW Scirocco mit Bio-Karosserie

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die Fachhochschule Hannover und das auf Umwelttechnik spezialisierte Motorsport-Team, Four Motors, bauen ein sogenanntes Bioconcept-Auto mit einer Karosserie und Interieurbauteilen aus nachwachsenden Rohstoffen.

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Der VW-Scirocco soll aus biobasierten Kunst- und Verbundwerkstoffen entwickelt, gebaut und auf der Rennstrecke erprobt werden. „Wir wollen nicht im Motorsport bleiben, die Autobauer sollen die Materialien für Sereienfahrzeuge nutzen“, sagte die Sprecherin der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, Gabriele Peterek.

VW will bei dem Projekt Erfahrungen sammeln, ob sich das „grüne“ Auto auch in die Praxis umsetzen lässt. Naturfasern und Biopolymere sollen ihre Serienreife beweisen. Türverkleidungen, Armaturenbretter, Hutablagen, Autohimmel - für alle diese Bauteile greifen OEMs schon auf Naturfasern als Verstärkungsmaterial zurück. Diese Materialien weisen eine geringe Dichte bei gleichzeitig hoher Steifigkeit und Festigkeit auf. Zudem neigen sie bei Unfällen nicht zum Splittern. Das komplett umweltfreundliche Auto brauche aber auch eine „grüne“ Karosserie, so Peterek weiter.

Impuls für biobasierter Werkstoffe

Die natürlichen Bauteile werden im Labor zunächst auf ihre mechanischen Eigenschaften getestet, dann im realen Rennbetrieb auf ihre Funktionstüchtigkeit erprobt und schließlich wieder im Labor untersucht. Die so gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Optimierung und Weiterentwicklung der Bauteile ein. Ziel des Projekts ist es, Automobilherstellern einen Impuls für den Einsatz biobasierter Werkstoffe zu geben.

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