Over-the-Air-Technologie VW startet drahtlose Software-Updates

Autor: Andreas Wehner

Im Juli erhalten die ersten Fahrer elektrischer VW-Modelle ein Over-the-Air-Update. Künftig will VW alle seine ID-Modelle durch die Technologie mit neuer Software versorgen – so wie es Tesla schon länger tut.

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VW will die Software seine ID-Modelle künftig alle zwölf Wochen updaten.
VW will die Software seine ID-Modelle künftig alle zwölf Wochen updaten.
(Bild: Volkswagen)

Volkswagen startet mit Over-the-Air-Updates. In den drahtlosen Genuss neuer Software kommen allerdings nur Fahrer der neuen ID-Modelle. Und davon zunächst auch nur ein kleiner Teil: Im Juli erhalten Mitglieder des sogenannten „First Movers Club“, also die ersten ID-Kunden, das Update. Es beschränkt sich allerdings auf kleinere Funktionsänderungen und Verbesserungen.

So beinhaltet es unter anderem erweiterte Licht-Funktionen, eine optimierte Umgebungserkennung und dynamische Fernlichtregulierung. Zudem bietet es laut einer VW-Mitteilung eine verbesserte Bedienbarkeit, und Designanpassungen beim Infotainment-System, zudem „Performance- und Stabilitätsverbesserungen“.

Volkswagen ist vorsichtig

Das ist im Vergleich zu dem, was möglich ist, ein recht kleiner Schritt. Tesla, der Vorreiter bei den Over-the-Air-Updates, greift da bisweilen deutlich tiefer ein. Allerdings sind drahtlose Updates alles andere als trivial. Schon deswegen dürfte Volkswagen in kleinen Schritten vorgehen. Denn Software-Probleme sorgten beim ID 3 schon für einen holprigen Marktstart. Wenn ein Update im großen Stil jetzt größere Probleme verursachen würde, wäre das für den Autohersteller ein Rückschlag auf dem Weg zur E-Mobilität.

So testet Volkswagen die neue Technologie zunächst mit seinen loyalsten Elektroauto-Kunden. Die dürften den einen oder anderen Fehler noch am ehesten verzeihen. Updates für alle Fahrer der Modelle ID 3 und ID 4 und ID 4 GTX sollen ab Spätsommer folgen. Künftig will Volkswagen die Software seiner ID-Fahrzeuge alle zwölf Wochen auf den neuesten Stand bringen.

Wichtiger Teil des Geschäftsmodells

Die Over-the-Air-Technologie soll aber nicht nur einfache Funktionserweiterungen oder Verbesserungen ermöglichen und Fehler beheben. Sie ist auch ein wesentlicher Teil des künftigen Geschäftsmodells. In Zukunft müssen sich Kundinnen und Kunden beim Kauf eines Fahrzeugs nicht mehr entscheiden, welche Funktionen ihr Auto haben soll. Volkswagen will die Hardware weitgehend vereinheitlicht anbieten. Zusätzliche Funktionen lassen sich künftig via Software-Update nachträglich buchen. Kostenpflichtig versteht sich. Umso wichtiger ist, dass das dann reibungslos funktioniert.

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Redakteur Newsdesk Automotive