Neue Modelle VW stellt den T7 Multivan auf eine Pkw-Plattform

Autor / Redakteur: sp-x / Jakob Schreiner

Der neue VW Multivan streift sein Nutzfahrzeug-Erbe ab und steht künftig auf der bekannten MQB-Plattform. Trotz allem soll der T7 die Tradition bewahren und ein echter Bulli bleiben.

Noch hat VW keine Preise für den neuen Multivan kommuniziert.
Noch hat VW keine Preise für den neuen Multivan kommuniziert.
(Bild: VW)

Der VW Bulli fährt dreigleisig in die Zukunft. Mit dem Multivan feiert nun die Familienauto-Variante des traditionsreichen Busses Premiere. Sie kommt in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt und wird neben Dieseln und Benzinern erstmals auch einen Plug-in-Hybrid in der Antriebspalette haben.

Der Multivan verabschiedet sich in der Generation T7 von seiner Nutzfahrzeugvergangenheit und basiert auf der von Pkw wie dem Golf bekannten MQB-Plattform. Die bietet viel Platz, Technik und Komfort, aber nicht mehr die robusten Arbeitstier-Gene des Vorgängers T6.1. Dieser bleibt daher künftig als Alternative für Gewerbekunden und Wohnmobilnutzer im Programm. Flankiert wird das Duo ab 2022 vom elektrischen Lifestyle-Modell ID Buzz.

Die Spezialisierung des T7-Multivan auf Pkw-Käufer schlägt sich optisch nieder. Vor allem die Front des T7 nimmt die Optik des Golf auf, bei Silhouette und Proportionen aber bleibt VW der Bulli-Tradition treu. Mit 4,97 Metern Länge legt er gegenüber dem Vorgänger um knapp sieben Zentimeter zu, die alternativ angebotene Langversion misst 5,17 Meter und ist 13 Zentimeter kürzer als zuletzt.

Der Radstand wächst in beiden Varianten um zwölf Zentimeter auf 3,12 Meter, was für bessere Platzverhältnisse im Innenraum sorgen dürfte. In der Höhe schrumpft der Bus hingegen um eine knappe Handbreit auf nun 1,90 Meter. Das Laderaumvolumen liegt je nach Bestuhlung und Karosserielänge zwischen 470 und gut 4.000 Litern.

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Neue Basis ermöglicht neue Funktionen

Die neue Technik-Basis ermöglicht neue Funktionen. So ist erstmals eine Gestensteuerung für die elektrische Heckklappe sowie für die seitlichen Schiebetüren zu haben, die Scheinwerfer leuchten die Straße mit der aus Pkw bekannten Matrix-LED-Technik gleichmäßiger aus und das Cockpit bietet mehr Konnektivität als je zuvor. Erhalten bleibt jedoch der praktische Durchstieg zwischen Fahrer- und Beifahrersitz in den Fond.

Weil die Handbremse genauso fehlt wie der Schaltknauf, ist die zweite Sitzreihe noch leichter zu erreichen. Wer den Weg sperren oder gerne eine Mittelkonsole haben will, kann den nun flexibel platzierbaren Multifunktionstisch aus dem Passagierabteil zwischen die beiden vorderen Stühle schieben. Insgesamt verspricht VW dank eines neuen Bodenschienen-Systems eine deutlich erhöhte Variabilität. Unter anderem sind die Sitze in Reihe drei nicht mehr zu einer Bank zusammengefasst, sondern einzeln verschieb- und ausbaubar.

Aus für die Handschaltung

Ohne den Gangwechsel-Knauf kommt der Multivan aus, weil keine Handschaltung mehr angeboten wird. Standard ist in allen Modellen nun ein Doppelkupplungsgetriebe, das über einen kleinen Schalter am Armaturenbrett bedient wird. Das Motorenprogramm besteht zunächst aus zwei Benzinern, einem Diesel und einem Plug-in-Hybriden. Letzterer stellt eine Systemleistung von 160 kW/218 PS bereit und soll eine Reichweite bieten, mit der laut Hersteller „die typischen Tagesdistanzen emissionsfrei zurückgelegt werden können“.

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Die wenig konkrete Formulierung spricht für einen Wert um die 50 Kilometer. Basis-Antrieb ist ein 1,5-Liter-Benziner mit 100 kW/136 PS, alternativ ist ein 2,0-Liter-Ottomotor mit 150 kW/204 PS zu haben. Der einzige Diesel im Angebot, ein 2,0-Liter-Vierzylinder mit 110 kW/150 PS, wird 2022 nachgereicht.

Die Preise für den neuen Multivan sind noch nicht bekannt. Sie dürften angesichts der neuen Basis und der üppigeren Ausstattung auf mindestens rund 40.000 Euro steigen.

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