Suchen

VW VW trifft Vorauswahl bei Gedas

| Redakteur:

Volkswagen hat nach Angaben aus Branchenkreisen eine Vorauswahl beim geplanten Verkauf seiner IT-Tochter Gedas getroffen.

Firmen zum Thema

( Archiv: Vogel Business Media )

Volkswagen hat nach Angaben aus Branchenkreisen eine Vorauswahl beim geplanten Verkauf seiner IT-Tochter Gedas getroffen. VW verhandelt offenbar mit der Telekom-Tochter T-Systems, dem IT-Konzern EDS und dem US-Dienstleister ACS. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" hat der Konzern beim Verkauf der Berliner Computertochter gedas die drei Interessenten in die engere Wahl genommen. Dagegen seien IBM, zwei Finanzinvestoren sowie ein indischer Konzern mit ihren Offerten nicht mehr im Rennen.

VW zählt seine IT-Tochter nicht mehr zum Kerngeschäft und will diese daher verkaufen. Interessant ist Gedas vor allem als Dienstleister für den Volkswagen-Konzern. Die IT-Anbieter böten dem Unternehmen eine langfristige Perspektive und eine stabile Versorgung mit IT-Dienstleistungen, hieß es in den Kreisen. Die Gebote sollen laut der Zeitung bei rund 500 Millionen Euro liegen.

Gedas hatte 2004 bei einem Umsatz von rund 570 Millionen Euro seinen Gewinn vor Steuern von 11 auf 13,7 Millionen Euro gesteigert. Noch 2002 hatte das Unternehmen rote Zahlen geschrieben. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt Computersysteme für Kunden aus der Automobil- und Fertigungsindustrie.

Bereits seit längerem gibt es Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Gedas AG durch Volkswagen. Offen ist noch die Entscheidung über die Zukunft der Autovermietung Europcar. Die Pläne für Europcar befinden sich in einem sehr frühen Stadium. Der Konzern sei bei der Prüfung der Optionen Verkauf oder Börsengang "noch nicht so weit". Ein VW-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern.

Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" stößt ein Verkauf von Europcar in der Branche auf wenig Interesse. Konkurrenten wie Sixt oder Budget schlossen laut der Zeitung eine Übernahme aus. Als mögliche Käufer blieben nach der Absage von Sixt und Budget praktisch nur Finanzinvestoren übrig.