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Preisstrategie VW will Hybride zum Dieselpreis verkaufen

| Redakteur: Andreas Grimm, Andree Stachowski

Hohe Preise schrecken die Käufer ab, spritsparende Technologien zu kaufen. Nun will der Volkswagenkonzern die angebotenen Hybride deutlich günstiger vermarkten.

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Der Golf GTE Hybrid könnte nach aktuellen Plänen des VW-Konzerns bis zum Jahr 2020 zu Preisen eines Diesel-Pkw erhältlich sein.
Der Golf GTE Hybrid könnte nach aktuellen Plänen des VW-Konzerns bis zum Jahr 2020 zu Preisen eines Diesel-Pkw erhältlich sein.
(Foto: VW)

Volkswagen will Hybrid-Versionen künftig nicht mehr teurer verkaufen als die gleichen Modelle mit Diesel-Antrieb. Das kündigte VW-Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer im Interview mit der Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ an. Der hohe Preis spritsparender Technologien wird in Umfragen zu Elektro- und Hybridantrieben immer wieder als wichtiger Hinderungsgrund für eine entsprechende Kaufentscheidung genannt.

„Indem wir diese Technologie mit nur leichten Änderungen in vielen Fahrzeugen des Konzerns umsetzen können, wird es uns gelingen, die Mehrkosten bis 2020 auf ein Viertel zu drücken“, sagte Neußer dem Magazin. „In Zukunft wird also der Mehrpreis für ein Plug-in-Hybrid-Modell ähnlich hoch sein wie heute der Aufpreis für einen modernen Dieselmotor.“

Das wäre ein erheblicher Preissprung, rechnet die „AMS“ vor. So wird der neue Golf Hybrid GTE 2015 zum Preis von 36.900 Euro angeboten. Die Diesel-Version gibt es dagegen schon in der einfachsten Ausführung ab 22.200 Euro, in der teuersten Ausführung mit Blue-Motion-Technik und hochwertiger Ausstattung für 30.300 Euro. Das bedeutet, dass VW in den nächsten fünf Jahren wenigstens einen Preisvorteil von rund 6.500 Euro zur teuersten Diesel-Version wettmachen will. Die Preisdifferenz zum Diesel-Basismodell beträgt beim Golf sogar fast 15.000 Euro.

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