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Coronakrise VW will Medizintechnik produzieren

| Autor/ Redakteur: dpa / Sven Prawitz

Während die Autoproduktion von VW mittlerweile in weiten Teilen der Welt stillsteht, fasst der Konzern ein neues Betätigungsfeld ins Auge.

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3D-Drucker im Einsatz bei Volkswagen.
3D-Drucker im Einsatz bei Volkswagen.
(Bild: HP)

Volkswagen will Hersteller von Medizintechnik wie Beatmungsgeräten in der Coronavirus-Krise mit dem Bau und der Zulieferung eigener Teile unterstützen. „Medizinisches Equipment ist natürlich neu für uns“, sagte ein Sprecher am Freitag (20. März). „Aber sobald wir die Anforderungen kennen und die entsprechende Blaupause erhalten, können wir starten.“

Es gehe um Komponenten, die sich mit 3-D-Druckern aus der Kunststoffteile- oder Prototypenfertigung herstellen ließen. Man habe bereits Anfragen von Behörden, auch zu Verbänden und Vereinen gebe es Kontakt. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet.

Standort für Medizingeräte-Produktion?

In den deutschen VW-Werken steht die Produktion derzeit wegen hoher Ansteckungsrisiken, abgebrochener Lieferketten sowie der in Europa und China stark eingebrochenen Autonachfrage vorübergehend still. Für die Fertigung von Medizintechnik-Teilen kämen jedoch auch Standorte des Autokonzerns außerhalb der Bundesrepublik infrage, hieß es: „Wir haben eine internationale Taskforce, die sich bereits mit Hochdruck um dieses Thema kümmert.“

Beschaffungswege würden geprüft, es gebe bereits erste Versuchsteile. Die VW-Gruppe verfüge über mehr als 125 industrielle 3-D-Drucker. Sie stellt – ebenso wie andere Firmen – Kliniken, Arztpraxen und Behörden auch Atemschutzmasken aus eigenen Beständen zur Verfügung.

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