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Kirchoff Wachstum beim Umsatz

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die Kirchhoff-Gruppe wird im laufenden Jahr in ihren vier Geschäftsfeldern Automotive, Umwelt, Witte Werkzeuge und Reha Group Automotive ihren Umsatz um 7,2 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro steigern.

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Dies teilte das Unternehmen mit Sitz in Iserlohn am Montag mit. Das stärkste Wachstum konnte der Bereich Automotive mit 9,8 Prozent verzeichnen. Zur Zeit beschäftigt die Kirchhoff in 43 Werken in 16 Ländern rund 9.200 Mitarbeiter.

Auch im kommenden Jahr rechnen die Gesellschafter der Unternehmerfamilie Kirchhoff mit weiterem Wachstum. Dazu will das Unternehmen in innovative Technik und in den Aufbau weiterer Kapazitäten investieren. In die beiden deutschen Stammwerke in Attendorn und Iserlohn sollen im nächsten Jahr rund 22 Millionen Euro für neue Produktionstechnik fließen.

In diesem Jahr haben die Iserlohner die Mehrheitsanteile an dem kanadischen Unternehmen Van-Rob übernommen. BAuch dadurch sieht sich der Zulieferer bei den aktuellen Plattformstrategien der Automobilhersteller als Global Player gut aufgestellt. Besonders nachgefragt seien die Produkte für den automobilen Leichtbau, so Kirchhoff weiter. Vor allem der Anteil an pressgehärtetem Stahl steige erheblich. Hier sei Auftragslage so gut, dass auch die zweite Warmumform-Straße in Iserlohn nach ihrer Fertigstellung 2012 bereits an der Kapazitätsgrenze arbeiten werde.

Joint-Venture in China

Im Sommer 2012 plant Kirchhoff Automotive erstmals ein Joint Venture mit einem chinesischen Partner einzugehen. Beijing Hainachuan Automotive Parts (BHAP) ist eine 60-Prozent-Tochter der chinesischen Automobilstaatsholding Beijing Automotive Industry Corporation (BAIC). Bis 2015 plant BAIC mit seinen Partnern Mercedes und Hyundai 3,5 Millionen Autos herzustellen und einen Jahresumsatz von 40 Milliarden Euro pro Jahr zu erzielen.

In Rumänien wird Kirchhoff 2012 ein neues Werk mit zunächst 200 Mitarbeitern eröffnen. Damit betreibt das Unternehmen erstmals ein Werk, das sich direkt auf dem Gelände eines OEMs (Ford) befindet. In Craiova werden unter anderem komplexe Instrumententafelträger für den neuen Ford B-Max hersgestellt.

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