China Market Insider Wachstumsknick für Chinas Autoindustrie

Autor / Redakteur: Henrik Bork* / Sven Prawitz

Der Chipmangel und die hartnäckigen Probleme mit Corona haben Chinas Autoindustrie einen Wachstumsknick beschert. Besonders hart trifft es momentan die Joint Venture mit ausländischen OEM.

Für Viele ein berufliches Traumziel: China.
Für Viele ein berufliches Traumziel: China.
(Bild: THE BUND FOR THE LAST TIME / Hsuanya Tsai / CC BY 2.0)

Im vergangenen Monat sind in der Volksrepublik 1,73 Millionen Fahrzeuge produziert und 1,8 Millionen verkauft worden, zitiert die chinesische Autozeitung den chinesischen Automobilverband CAAM. Das sind Einbrüche von respektive 7,4 und 3,5 Prozent zum Vormonat. Im Jahresvergleich liegen die Zahlen sogar 19 und 18 Prozent niedriger. Und weil das vergangene Jahr wegen Corona auch in China ein besonderes Jahr war, nannte der Verband noch den Vergleich mit 2019. Da lagen Produktion und Verkauf im August dieses Jahres um 13 und 8 Prozent niedriger als im August vor zwei Jahren.

Den „Einfluss der heimischen epidemischen Situation“ nennen chinesische Medien als Hauptgrund für diesen Wachstumsknick der chinesischen Autoindustrie, die sich zuvor gut von der Coronakrise erholt hatte. Dies habe nun gemeinsam mit dem Mangel an Auto-Chips dazu geführt, dass viele Autohersteller Fertigungsstraßen vorübergehend stilllegen oder zumindest die Produktion drosseln mussten, heißt es in den Berichten.