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Recaro Wachstumspotenzial Erstausrüstung

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Zum 100-jährigen Firmenjubiläum zeigt sich Recaro ambitioniert: "Recaro wird sich als der Premiumanbieter von Fahrzeugsitzen für die weltweiten Top-Fahrzeugklassen etablieren".

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( Archiv: Vogel Business Media )

Ein Jahrhundert und noch immer jung - so präsentierte sich Sitzhersteller Recaro auf seinen Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum am 29. April 2006. Doch statt in die Vergangenheit blickt das schwäbische Unternehmen in die Zukunft: "Wir haben eine klare Zielsetzung: Recaro wird sich als der Premiumanbieter von Fahrzeugsitzen für die weltweiten Top-Hersteller und Top-Fahrzeugklassen etablieren", gibt Horst Kespohl, Vorsitzender der Geschäftsführung von Recaro, die Marschrichtung vor.

2006 hat die Recaro-Gruppe einen Umsatz von 135 Millionen Euro erzielt. Im laufenden Jahr will das Unternehmen seinen Umsatz um 30 Prozent auf 176 Millionen Euro steigern. Etwa 70 Prozent seines Geschäftes macht Recaro mit der Erstausrüstung von Autos.

"Hier finden wir das Wachstumspotenzial, das wir nutzen wollen und werden", betont Kesbohl. Die restlichen 30 Prozent erwirtschaftet die Gruppe mit Nachrüstsitzen, dem Geschäft mit dem Recaro einst groß geworden ist.

Die Geschichte der heutigen Firma Recaro begann im Jahre 1906 in Stuttgart, als der 32-jährige Sattlermeister Wilhelm Reutter die Firma "Reutter, Wilhelm, Sattler. Spezialität: Luxus- und Motorwagen, englische Geschirre" gründete. In seiner Werkstatt bereits 1912 die patentierte Reutter's Reform-Karosserie, ein Vorgänger der heutigen Cabriolets.

Der Grundstein für die heutige Firma wurde 1963 gelegt, als Porsche die Karosseriefertigung von der Firma Reutter in eigener Regie übernahm. Reutter firmierte um in Recaro, wobei der neue Name aus einem Wortspiel heraus entstand - REutter und CAROsserien. Aufgaben des neuen Unternehmens: Die Herstellung von Sitzen und Sitzkomponenten. Der erste Recaro-Sportsitz wurde 1965 vorgestellt, und im Motorsport wurde Recaro rasch zu einer anerkannten Marke.

Heute ist Recaro Lieferant für Topmodelle von Porsche, Aston Martin, Ferrari, Lamborghini, Audi, Opel, Ford und Volkswagen. Und der von Recaro entwickelte Hybrid-Leichtbausitz wurde jetzt für den VW Golf R32 und den Audi RS4 in die Serienfertigung übernommen.